Besondere Sauerland-Rezeptionistin: Anja Schmitz

Shownotes

Shownotes:

https://www.berghotel-hoher-knochen.de

Moderation:

Thorsten Hup (Journalist)

Schnitt und Bearbeitung:

Tonstudio Moritz Maier

https://moritzmaier.net

Aufgenommen mit Track E´s von Tentacle Sync

https://tentaclesync.com

Sprecher Intro & Outro: Sven Weikam https://weikam-medien.de

Transkript anzeigen

00:00:00: * Musik *

00:00:02: Walk and Talk - Begegnungen am Berghotel Hoher Knochen.

00:00:06: Herzlich willkommen zum 1. Hotel-Podcast aus dem Sauerland.

00:00:15: Herzlich willkommen auf dem Hohen Knochen.

00:00:18: Mitten im Sauerland, da, wo man die Seele baumeln lassen kann.

00:00:23: Ich begrüße alle Zuhörer heute bereits zu unserer 2. Folge.

00:00:27: Hier, an einem der schönsten Ruhe und Entschleunigungsplätzen

00:00:31: in ganz Deutschland,

00:00:32: wird gleich unser "Nächster Walk and Talk"-Podcast aufgezeichnet.

00:00:36: Unser Motto dabei, auch heute, spazieren in der Natur und dabei reden.

00:00:41: Begegnungen am Ruherberg Hoher Knochen.

00:00:44: Immer mit interessanten Persönlichkeiten und alle Vereint eines.

00:00:49: Sie kennen und oder lieben das Sauerland und den hohen Knochen.

00:00:53: Los geht's.

00:00:57: Wir starten mit unserer 2. Folge.

00:00:59: Ich freue mich sehr darüber.

00:01:01: Heute haben wir einen besonderen Gast dabei, die Anja Schmitz.

00:01:05: Die Anja Schmitz ist nicht irgendwer,

00:01:07: sondern hat eine besondere Rolle im Hotel, finde ich zumindest.

00:01:11: Aber warum soll ich das erklären?

00:01:13: Ich würde sagen, herzlich willkommen.

00:01:15: Vielleicht mögen Sie sich selber mal kurz erklären.

00:01:19: Vielen Dank für die Einladung. Ich freue mich genauso.

00:01:22: Ich bin seit dem 1.12. hier im Berghotel Hoher Knochen

00:01:26: und bin jetzt in Berlin.

00:01:28: Für mich etwas Neuland,

00:01:29: weil ich nach 40 Jahren wieder den Weg zurückgefunden habe

00:01:33: zur Gastronomie.

00:01:35: Meine Aufgabe ist es, die Gäste zu begrüßen, in Empfang zu nehmen,

00:01:39: ein bisschen das Hotel zu erklären,

00:01:41: wie die Gäste sich am besten hier zurechtfinden,

00:01:44: die anreisen, die abreisen zu machen.

00:01:47: Es gehört weiterhin dazu, die Menüs zu schreiben

00:01:51: im Zusammenspiel mit der Küche.

00:01:53: Und für alle Fragen, Wünsche der Gäste offen zu sein.

00:01:58: Ich hab vorhin gedacht,

00:02:00: Sie sind ja die gute Seele, wie man so schön sagt.

00:02:03: Hier sagt man, Sie sind alle Gastgeber.

00:02:05: Das trifft ja auf Sie volle Leute auch zu, oder?

00:02:08: Also, ich fühle mich zumindest so.

00:02:10: Als wenn wir sind eine große Familie, sagen wir.

00:02:13: Deswegen sehe ich mich auch als Gastgeber.

00:02:16: Sie werden gleich was noch erzählen, wie Sie hierhin gekommen sind.

00:02:20: Ich fühle mich auch ein spannender Weg.

00:02:22: Wir gehen jetzt mal den Weg Richtung Spazier- und Wanderwege.

00:02:26: Wir sind jetzt in der Lobby.

00:02:28: Jetzt kommen wir an die sehr schöne Rezeption, wie ich finde.

00:02:32: Was haben Sie gedacht, als Sie zum ersten Mal hier reingekommen sind?

00:02:35: Können Sie sich noch erinnern?

00:02:38: Ja, also modern mit den alten Dingen.

00:02:43: Und schön zu sehen, wie das hier gewachsen ist.

00:02:46: Man sieht es an den ehemaligen Besitzern

00:02:49: von der Hand von Nern Kebekordes.

00:02:51: Das hat mich schon beeindruckt, weil das ist echt ein Hingucker.

00:02:54: Das ist auch gemütlich hier? - Sehr gemütlich.

00:02:57: Man fühlt sich direkt, wenn man reinkommt ins Hotel,

00:02:59: man fühlt sich wie zu Hause.

00:03:01: Jetzt gucken wir mal kurz an die Rezeption.

00:03:03: Das ist quasi Ihr Arbeitsplatz.

00:03:05: Da sind auch die beiden anderen Gastgeber.

00:03:07: Guten Morgen. - Guten Morgen.

00:03:09: Das ist Ihr Hauptarbeitsplatz, kann man so sagen, oder?

00:03:12: Ganz genau, richtig.

00:03:14: Ausgestattet mit Computern, die wir selbstverständlich brauchen,

00:03:17: vieles läuft über E-Mails ab, Telefonen.

00:03:20: Hier werden die Gäste begrüßt und gleichzeitig verabschiedet.

00:03:24: Ist das heutzutage oder bei Ihnen so,

00:03:27: dass eine Rezeptionistin, also eine Gastgeberin,

00:03:29: verbringt die größte Zeit Ihrer Arbeitszeit

00:03:33: wirklich hier an der Rezeption?

00:03:35: Oder sind Sie auch teilweise ganz woanders?

00:03:37: Dann wäre ich kein Gastgeber, wenn ich nur an einer Rezeption sitzen würde,

00:03:40: sondern wir begleiten natürlich die Gäste auch durchs Hotel.

00:03:43: Ich finde das immer ganz schön, wenn die Gäste hier angekommen sind.

00:03:47: Ich habe viele Neulinge, die war hier begrüßen mit denen.

00:03:49: Mach ich einen Rundgang, ähnlich wie wir es jetzt hier machen,

00:03:52: und erkläre den Gästen, wo was ist, wo sie was finden.

00:03:55: Natürlich ist man auch oft in der Küche.

00:03:57: Oder aber wenn Not am Mann ist,

00:03:59: dann darf man auch gerne mal im Service helfen.

00:04:01: Oder wenn im Housekeeping was gebraucht wird,

00:04:04: auch diese Dinge gehören einfach mit dazu.

00:04:06: So, jetzt ist der Plan, dass wir eine kleine Wanderung machen.

00:04:09: Hier gibt es ja Ruhe und Natur.

00:04:11: Passt das? Haben Sie Lust? - Da habe ich sehr große Lust.

00:04:14: Okay, alles gut. Dann geht es los. Tschüss.

00:04:16: Tschüss.

00:04:17: Ich muss ganz klar sagen,

00:04:21: immer wenn ich diese frische Luft hier einatme,

00:04:23: denke ich, das ist schon was anderes als zu Hause, als im Buchum.

00:04:26: Sie sehen ja auch hier, die Gäste lassen,

00:04:29: ich sag mal, zu 95 Prozent ihrer Autos hier oben stehen

00:04:32: und wollen hier Ruhe und eben diese Natur und diesen Duft,

00:04:36: den wir jetzt haben.

00:04:37: Man kann ja auch sagen,

00:04:38: ich kenne das ansonsten nur von so Erlebnissen in Österreich,

00:04:41: wenn man ins Tal fährt und dann ins Hotel geht,

00:04:44: dann gibt es da teilweise keinen Weg mehr, der weiterführt.

00:04:47: Hier ist ja ähnlich.

00:04:48: Ich komme hier mit dem Auto an,

00:04:49: aber ich kann von hier aus nicht weiterfahren mit dem Auto.

00:04:52: Genau, hier ist Sackgasse.

00:04:53: Es geht direkt von hier oben los über die verschiedensten Wanderwege

00:04:57: und zu den verschiedensten Orten.

00:04:59: Deswegen ist es eben auch ganz schön, mit Kindern hier hinzukommen.

00:05:02: Die werden nicht durch Autos gestört, die können sich frei bewegen,

00:05:06: ohne dass man achten muss, dass von irgendwo ein Auto herkommt.

00:05:11: Das macht das für die Familien auch interessant.

00:05:14: Die können gemütlich im Biergarten sitzen,

00:05:16: während ihre Kinder hier wunderbar spielen können.

00:05:19: Wir gehen jetzt gerade am Schwimmbad vorbei, also von außen natürlich,

00:05:22: und kommen jetzt an die Schafwiese.

00:05:25: Da drüben ist auch das Gästehaus.

00:05:27: Man braucht ja fünf Minuten,

00:05:28: um erst mal vom hotel eigenen Areal auf die Wanderwege zu kommen.

00:05:33: Ist ja ein riesengroßes Gebiet oder, man kann sagen,

00:05:36: ein eigenes Dorf hier schon, oder?

00:05:38: Ja, ich würde auch sagen, dass das hier ein eigenes Dorf ist.

00:05:41: Wie Sie schon angesprochen haben, das Mitarbeiterhaus,

00:05:44: dann unsere wunderbaren Chalets hier auf der linken Seite,

00:05:48: dann gleichzeitig unsere Sant-Elisabeth-Kapelle.

00:05:51: Also, wir sind hier oben auf dem Berg für uns.

00:05:54: Frau Schmitz, wie sind Sie denn eigentlich hierhin gekommen?

00:05:58: Über welche Umwege oder über welche Wege?

00:06:00: Wie ich eben ja schon gesagt habe,

00:06:02: ich bin seit 40 Jahren wieder zurück zu Gastronomie gekommen.

00:06:06: Ich habe 23 Jahre lang eine eigene Firma gehabt,

00:06:10: eine Gießerei, die mir Tourismus nicht zu tun hatte.

00:06:14: Ich bin 2021 als Geschäftsführerin ausgestiegen,

00:06:21: weil ich mich noch mal verändern wollte.

00:06:26: Und mich hat immer die Gastronomie eigentlich nicht losgelassen.

00:06:30: Und dann habe ich mal auf dem Markt mich umgeschaut

00:06:33: und bin zuerst an der Atherhöhle gelandet.

00:06:37: Das ist auch im Sauerland?

00:06:39: Das ist im Sauerland in der Nähe vom Biggesee.

00:06:42: Und habe dann natürlich wieder Blut gelegt.

00:06:45: Aber das war für mich nicht so die Erfüllung.

00:06:49: Also habe ich mich umgeschaut.

00:06:52: Und Rezeption war immer schon mein Wunsch,

00:06:56: mit Gästen zu sprechen, mit Gästen zusammen zu arbeiten.

00:07:00: Und dann habe ich Bewerbungen geschrieben

00:07:04: und hatte vier Vorstellungsgespräche.

00:07:08: Auch in tollen Hotels, auch hier im Sauerland.

00:07:11: Und bin dann irgendwann hier oben gelandet, beim Hohen Knochen.

00:07:15: Wir kommen langsam auf die ersten Wanderwege.

00:07:18: Wir gucken jetzt komplett ins Grüne hier. Wunderschön.

00:07:22: Sie haben gerade gesagt,

00:07:23: sie haben vier Bewerbungen auch an andere schöne Hotels geschickt.

00:07:27: Was war für Sie denn der ausschlaggebende Punkt,

00:07:30: sich für den Hohen Knochen zu entscheiden?

00:07:32: Ich bin mit dem Auto hier oben hochgefahren.

00:07:35: Ich bin auch aus dem Sauerland.

00:07:37: Bin aber selbst hier oben noch nicht gewesen.

00:07:40: Und als ich diesen Platz gesehen habe,

00:07:44: diese Weite,

00:07:47: dieses "Nur für uns" zu sein,

00:07:50: da war für mich klar, ohne dass ich mit den Innerbarn gesprochen habe,

00:07:54: hier komme ich hin.

00:07:55: Und es hat dann nicht lange gedauert.

00:07:57: Ja, und wir haben zusammengefunden.

00:07:59: So muss das sein, dass die Partnerwahl,

00:08:02: die Suche nach einem eigenen Haus ist.

00:08:05: Jetzt geht es hier um den Job, hört sich ja perfekt an.

00:08:08: Es ist auch perfekt.

00:08:09: Also es ist nicht nur Arbeit, sondern es ist auch Erholung.

00:08:14: Und wenn man sieht, die Gäste, die zu uns kommen,

00:08:17: die Veränderung, es gibt Gäste, die sind wirklich am Anfang,

00:08:22: wenn sie anreisen, noch so angespannt vom Job her oder was auch immer.

00:08:26: Und nach einer Nacht sehen sie quasi,

00:08:30: wie sich die Gemüter wieder nach unten bewegen

00:08:34: und wie die angekommen sind bei uns und abreisen ganz andere Menschen.

00:08:39: Wenn man jetzt noch mal sagt,

00:08:40: seit einem ersten Eindruck, als Sie hierhin gekommen sind,

00:08:44: von dem Ort, von den Leuten, mit denen Sie zusammenarbeiten,

00:08:47: jetzt sind Sie viele Monate hier oder einige Monate hier.

00:08:50: Wie ist heute Ihr Fazit? Sind Sie weiter happy und glücklich?

00:08:53: Also ich bereus nicht.

00:08:55: Ich wünsche mir,

00:08:56: dass wir noch einige Jahre hier oben zusammen arbeiten.

00:09:00: Ganz klar, weil hier kann man ...

00:09:02: Es ist nicht nur der Job, es ist wirklich das Herzblut.

00:09:06: Und ich bin so verbunden mit dem Haus,

00:09:09: als wenn es mal ein eigenes wäre.

00:09:11: Ich denke, da spüren auch die Gäste.

00:09:14: Da kriegt man ja schon fast Gänsehaut vor Freude.

00:09:17: Das ist schön.

00:09:18: Das ist jedes Mal, wenn ich mit den Gästen einen Rundgang mache.

00:09:21: Und passend dazu kommt jetzt die Sonne raus.

00:09:24: Die sind vor uns, die sonst ganz klein ein bisschen

00:09:26: die Komplettsicht versperren.

00:09:28: Aber wenn man mal kurz beschreibt, jetzt kommt ein bisschen Wind auf.

00:09:32: Wir hatten gestern oder vorgestern Wetterumschwung.

00:09:34: Von über 30 Grad ist es runter auf knapp unter 20 gegangen.

00:09:37: 14. - 14 sogar. Deutlich unter 20.

00:09:40: Ich hab jetzt tatsächlich auch einen Pullover angezogen.

00:09:43: Das ist Natur pur und Ruhe.

00:09:45: Was macht das denn mit Ihnen eigentlich?

00:09:47: Also es ist gleichzeitig wie Urlaub.

00:09:49: Also jeden Tag, den ich hier hochkomme.

00:09:52: Wenn sie ein bisschen gestresst sind, was natürlich auch vorkommt,

00:09:55: das ist ja gar keine Frage.

00:09:57: Es ist ja nicht nur alles schön und einfach mit den Gästen.

00:10:00: Es gibt auch schwierige.

00:10:01: Aber dann geht man einfach mal in der Mittagspause,

00:10:04: eine halbe Stunde, wir sind ja jetzt noch nicht lang gegangen,

00:10:07: einmal hier im Wald und schon sind wir voll neuer Energien.

00:10:10: Das wäre wahrscheinlich in den anderen Hotels,

00:10:12: ohne die schlecht zu machen.

00:10:13: Aber die haben dann schon eher so ein urbaneres,

00:10:16: stattmäßigeres Healing.

00:10:18: Da hat man solche Gefühle nicht so stark,

00:10:20: wie es in der Oberlein ist.

00:10:22: Das ist richtig.

00:10:23: Die Hotels, in denen ich ja war, waren auch ländlich gelegen.

00:10:26: Eins war etwas in einer etwas kleineren Stadt, sag ich mal.

00:10:30: Aber es ist nicht so familiär.

00:10:32: Also ich bin hierhin gekommen und ich bin angekommen,

00:10:35: um das mal sozusagen.

00:10:37: Also wir sind wirklich eine große Familie.

00:10:39: Und diesen Eindruck hatte ich in den anderen Hotels nicht.

00:10:42: Da ist der Gast halt Gast wie eine Nummer.

00:10:44: Und ohne das Beurteil oder Verurteilen zu wollen.

00:10:49: Aber hier ist es anders.

00:10:50: Hier wird der Gast sofort mitgenommen und der Mitarbeiter auch.

00:10:53: Aus den Erzählungen von gerade, würde ich mal wirklich sagen,

00:10:57: Sie als Person, als Mensch, also Sie als Anja Schmitz,

00:11:01: Sie profitieren von dieser Ruhe und der Gelassenheit

00:11:05: für sich als Mensch, aber auch für Ihre Arbeit im Job.

00:11:08: Oder nachdem wir so die, nach ein paar Monaten,

00:11:11: die ersten Gespräche hatten mit Chef und Chefin,

00:11:14: da fragt man sich, warum hat man das nicht schon Erde gemacht?

00:11:20: Aber gut, die Erfahrung, die ich in den anderen Jobs hatte,

00:11:23: oder auch in meiner eigenen Firma,

00:11:25: was Mitarbeiterführungen und so weiter anbelangt,

00:11:28: kann ich natürlich hier gut auch mit umsetzen.

00:11:31: Ich hab mich gestern in der Vorbereitung aufs Interview gefragt,

00:11:39: wenn man Gastgeberin im Hotel ist,

00:11:42: jeden Tag ganz, ganz viele Menschen beseelt,

00:11:47: ist man als Supergastgeberin eigentlich automatisch

00:11:50: auch eine Supergastgeberin privat zu Hause?

00:11:52: Wie würden Sie das sehen?

00:11:54: Da lasse ich mich gerne bedienen.

00:11:56: Wenn ich ehrlich bin, natürlich haben wir auch mal gerne Feiern.

00:12:01: Und sicher bin ich auch gerne Gastgeberin,

00:12:06: aber es ist ganz schön, wenn man das auch mal andersrum hat.

00:12:10: Kann ich verstehen, also genau antizyklisch.

00:12:13: Genau.

00:12:14: Jetzt geht es dann ganz klein ein bisschen den Berg hoch,

00:12:16: aber die sind immer noch nicht außer Puste.

00:12:18: Wie ist denn Ihre Kondition eigentlich?

00:12:20: Sie war mal besser.

00:12:22: Dadurch, dass ich jetzt so lange auch an der Rezeption bin,

00:12:28: Sie wissen, wir haben die Arbeitszeiten etwas länger,

00:12:31: dafür haben wir eine Viertagewoche.

00:12:33: Und im Winter, als ich angefangen habe,

00:12:35: bin ich morgens um 4.00 Uhr nach 6.00 losgefahren,

00:12:40: um um 8.00 Uhr an der Rezeption zu sein.

00:12:43: Und abends zwischen 7.00 und 8.00 Uhr schon mal nach Hause,

00:12:48: sodass ich erst um 9.00 oder um 10.00 zu Hause war.

00:12:51: Und da war halt nichts mehr.

00:12:53: Mit irgendwelchen Sportarten oder sonst irgendwas.

00:12:56: Ansonsten bin ich früher wirklich sehr viel Mountainbike gefahren

00:12:58: oder gewandert.

00:13:00: Und wenn es hier die Zeit ermöglicht, wie jetzt im Sommer,

00:13:05: gehe ich in den Abend nach Feierabend natürlich auch noch ein paar Runden.

00:13:08: Wenn ich das jetzt richtig verstanden habe,

00:13:10: haben Sie einen relativ langen Anfahrt und nach Hause Weg.

00:13:14: Genau, eine Stunde.

00:13:16: Genau, eine Stunde.

00:13:17: Mir wurde zwar auch angeboten, dass ich hier oben übernachten kann.

00:13:22: Aber das möchte ich nicht.

00:13:25: Und habe mir daraufhin mein langersehnden Traum erfüllt

00:13:31: und habe mir ein Wohnmobil zugelegt, den Herr Nielsen.

00:13:35: Das ist ja eine lustige Geschichte.

00:13:37: Das heißt, ich fange mal zusammen,

00:13:40: um die relativ lange Anfahrtsstrecke zu umgehen.

00:13:44: Und auf der anderen Seite, um mal ein eigenes Zuhause mit dabei zu haben,

00:13:48: haben Sie sich ein Wohnmobil gekauft?

00:13:49: Genau.

00:13:50: Und das steht jetzt am Hotel?

00:13:52: Das steht am Hotel.

00:13:53: Wir haben unterhalb des Hotels drei Wanderparkplätze,

00:13:57: die aber im Besitz des Hotels sind.

00:13:59: Und dort darf ich mit meinem Wohnmobil stehen.

00:14:02: Das ist ja eine richtig coole Story.

00:14:04: Da müssen wir uns jetzt noch mal ein bisschen drüber unterhalten.

00:14:06: Das heißt, Sie fahren zu Beginn der Viertagewoche hierhin,

00:14:12: stellen das Wohnmobil auf den Parkplatz ab,

00:14:15: arbeiten im Hotel.

00:14:16: Und am Abend gehen Sie in die eigene Hotelzimmer,

00:14:19: nämlich ins Wohnmobil-Hotelzimmer.

00:14:21: Genau.

00:14:22: Im Sommer auch gerne mit Terrasse.

00:14:24: Denn ich habe hinter mir eine supertolle, schöne Blumenwiese,

00:14:27: wo ich dann meinen Tisch, meinen Stuhl aufklappe,

00:14:29: meinen Kerzchen an habe, wenn es dann schon 23 Uhr ist

00:14:33: und schon die Dimmerung kommt oder dunkel ist.

00:14:35: Ich genieße meinen Weinchen und sehe den Rehn zu,

00:14:38: wie Sie mir fast über die Füße laufen.

00:14:40: Das ist toll.

00:14:41: Also, das habe ich noch nie gehört.

00:14:43: Das finde ich wirklich im wahrsten Sinne, das war das einmalig.

00:14:46: Wie ist denn der Alltag in dem Wohnmobil?

00:14:50: Haben Sie da alles dabei, was Sie brauchen?

00:14:52: Alles.

00:14:53: Also, ich habe die Möglichkeit, auch im Hotel meine Mahlzeiten

00:14:56: einzunehmen, sowohl Frühstück, Mittagessen als auch Abendessen.

00:14:59: Aber ich möchte weiterhin auch unabhängig sein

00:15:02: und habe alles dabei.

00:15:03: Das heißt, Sie stehen aber dann auf der anderen Seite

00:15:05: auch abends relativ alleine auf einem dunklen Parkplatz, ne?

00:15:10: Richtig, ja.

00:15:11: Okay.

00:15:12: Aber gut, hier ist man wahrscheinlich in der geschützten Gebiet unterwegs.

00:15:15: Genau, jetzt also außer Hasen, Rehen und den Vögeln.

00:15:20: Und ab und zu dann mal ein paar Wanderer

00:15:23: oder aus dem Ort, welche die mit ihren Hunden hier oben noch spazieren,

00:15:27: gegen ihren Abendrundgang machen, so gut wie allein.

00:15:30: Wie haben denn die Mitarbeiter, die Kollegen

00:15:33: oder auch die Hotelgäste darauf reagiert?

00:15:35: Oder kriegen die das gar nicht mit?

00:15:36: Doch, es ist erstaunlich.

00:15:38: In den letzten Wochen hat man sogar eine größere Feier.

00:15:42: Da waren zwei von mit ihren Wohnmobilen da.

00:15:44: Und dann kommt man natürlich ins Gespräch.

00:15:46: Und ach, Ihnen gehört das Wohnmobil da unten.

00:15:49: Das ist ja interessant.

00:15:50: Ja, und die Mitarbeiter, der ein oder andere, ist natürlich neugierig.

00:15:56: Und kommt dann abends auch mal kurz vorbei und sich das Ganze anzusehen.

00:16:00: Und sind erstaunt, wie schön es hinter meinem Wohnmobil auf der Wiese ist.

00:16:04: Obwohl Sie ja selber hier oben im Mitarbeiterhaus wohnen

00:16:07: und die Natur ja auch direkt vor der Nase haben.

00:16:09: Also, das heißt, die Kollegen klopfen auch schon mal an?

00:16:12: Ja, seltener, aber der ein oder andere ist einfach zu neugierig.

00:16:17: Das Thema mit dem Wohnmobil, Sie sagten gerade,

00:16:19: das ist so ein großer Traum von Ihnen gewesen, den Sie sich erfüllt haben.

00:16:23: Das wird jetzt wahrscheinlich nicht nur hier am Hohen Knochen stehen,

00:16:26: sondern da fahren Sie wahrscheinlich auch in andere Urlaubsregionen.

00:16:29: Richtig, es ist ja noch ganz frisch.

00:16:30: Es ist gerade sechs Wochen alt.

00:16:33: Und hat die ersten Touren natürlich hoch zum Hohen Knochen gemacht.

00:16:38: Kleine Touren nach Norddeutschland.

00:16:42: Und die letzte größere Tour über 14 Tage nach Südtirol.

00:16:45: Wie kommt denn der Spitzname zustande, Herrn Nielson?

00:16:47: Herrn Nielson, mein Enkel Moritz, vier Jahre alt.

00:16:53: Der freut sich immer, wenn er bei seiner Oma ist.

00:16:55: Und da haben wir unseren Spruch.

00:16:58: Wir machen das WPP Langstrumpf.

00:17:00: Wir machen uns die Welt, wie sie uns gefällt.

00:17:03: Und als ich mich dann entschlossen hatte, das Wohnmobil zu kaufen,

00:17:06: habe ich gedacht, jedes Wohnmobil hat einen Namen.

00:17:08: Und bin nachts wach geworden, hab mich hingesetzt und gesagt,

00:17:12: das Wohnmobil heißt Herrn Nielson.

00:17:15: Seitdem sitzt auch ein kleines Stoffeffchen vorne an der Windschutzscheibe

00:17:20: und begleitet uns.

00:17:25: Ich springe jetzt noch mal im Thema.

00:17:26: Das ist unser Geh zurück zur Ursprungsfrage.

00:17:29: Sie sind Gastgeberin,

00:17:30: Sie sind in Anführungszeichen Rezeptionistin des Hotels.

00:17:34: Ich würde mal gerne wissen, was machen Sie besonders gerne

00:17:37: und was gar nicht so gerne?

00:17:38: Jetzt stellen Sie mir eine Frage,

00:17:40: die ich überhaupt gar nicht so beantworten kann,

00:17:42: weil der Job mir eigentlich mit allem Spaß macht.

00:17:45: Gut, es ist vielleicht manchmal ein bisschen Druck da,

00:17:48: wenn so am Wochenende die Gäste über ihren Urlaub nachgedacht haben

00:17:53: und uns dann mit Mails zu bombardieren.

00:17:56: Und diesen Druck, den ich mir allerdings selber auferlege,

00:17:59: das weiß ich auch,

00:18:01: die Mails relativ schnell zu beantworten.

00:18:04: Und das können Sie ja nicht in einem durch,

00:18:06: denn Sie haben gerade eine Mail angefangen,

00:18:08: da sind Sie manchmal eine Stunde dran, um die zu beantworten,

00:18:12: weil immer wieder die Gäste kommen,

00:18:14: die natürlich dann auch noch ihre Wünsche haben

00:18:19: oder anreisen oder abreisen.

00:18:21: Also, das würde ich sagen,

00:18:25: dass ich nicht gerne Mails schreibe.

00:18:28: Aber da würde ich mir wünschen,

00:18:30: dass man sich dann schon mal zurückziehen kann, die Tür schließen kann

00:18:33: und dann diesen Part erledigen kann.

00:18:36: Also, nichts nicht gerne machen, kann ich nicht beantworten.

00:18:40: Ich mache eigentlich alles.

00:18:41: Was machen Sie am liebsten?

00:18:43: Die Gäste begrüßen und durchs Hotel führen.

00:18:46: Mit denen zu sprechen.

00:18:49: Es gibt ja auch viele Gäste,

00:18:50: die wirklich auch ihre Schicksale haben,

00:18:53: die dann froh sind, mal gehört zu finden.

00:18:55: Und ja, da versuche ich.

00:18:58: Und das mache ich auch gerne, zu helfen, zuzuhören.

00:19:01: Oder auch vielleicht einen Ratschlag zu geben.

00:19:03: Ist das noch mal was anderes,

00:19:05: mit Stammkunden zu tun, zu haben, zu sprechen?

00:19:09: Weil man auch teilweise eine Verbindung zu denen aufbauten kann

00:19:14: oder automatisch aufbaut?

00:19:16: Unbedingt.

00:19:17: Also, es ist erstmal schön zu sehen.

00:19:19: Wenn so Großfamilien kommen, mehrere Generationen,

00:19:23: die ihre Familien treffen bei uns abhalten,

00:19:26: die Entwicklung der Kinder, der Jugendlichen zu sehen

00:19:31: und auch von den Gästen zu hören, was ihnen auffällt,

00:19:36: was bei uns sich im Hotel verändert hat.

00:19:39: Also, ein älterer Herr ist mir da gerade, kommt mir gerade in den Sinn,

00:19:43: über 90, die schon seit Jahren bei uns das Familien-Treffen machen,

00:19:48: dem aufgefallen ist, in welchen Zimmern neue Teppichböden sind.

00:19:54: Er hat sich das so ...

00:19:56: Sie kommen über Pfingsten und dann hat er das Ritual

00:20:00: seiner Frau, verstorbenen Frau übernommen,

00:20:04: dass er so kleine Geschenke für seine Kinder, Enkelkinder

00:20:08: und auch schon Urenkelkinder auf die Zimmer verteilt,

00:20:11: die mit Namen beschriftet werden

00:20:13: und so ein kleines Kärtchen mit seinem Bild

00:20:17: und seiner verstorbenen Frau und allen ein wunderschönes Fest wünscht.

00:20:21: Er hat das sonst mit seiner Frau selber gemacht, die Körbe getragen.

00:20:26: Er kam dann und fragte, ob ich ihm helfen kann.

00:20:29: Dann hab ich gesagt, wissen Sie was?

00:20:31: Wir nehmen einfach so ein Teewagen, stellen alles drauf.

00:20:34: Dann schieben wir das, Frau Schmitz.

00:20:37: Nach 40 Jahren muss ich auf die Idee kommen,

00:20:40: dass man das so einfach mit einem Teewagen machen kann.

00:20:43: Dabei geht er dann auch durch die Zimmer.

00:20:46: Ich war so erstaunt, was ihm alles aufgefallen war.

00:20:49: Das fand ich grandios.

00:20:51: Da sieht man auch, wie sehr die Gäste mit dem Hotel verbunden sind

00:20:55: und sich als Familie mitgliedt.

00:20:57: Gibt es eigentlich so Lieblingsplätze?

00:21:00: Für die einzelnen Gäste ist das wahrscheinlich ganz unterschiedlich.

00:21:04: Haben Sie so Lieblingszimmer?

00:21:06: Ja, vor allen Dingen die Zimmer im Rotablook.

00:21:09: Unsere Juniorswieten beziehungsweise Panoramaswieten.

00:21:12: Wir sprachen jetzt, einmal davon Gänsehaut zu bekommen,

00:21:15: wenn man das hier so erlebt.

00:21:17: Das hab ich immer wieder, wenn ich mit Besuchern

00:21:21: einen Hotelrundgang mache und dann natürlich auch die Suiten zeige.

00:21:25: Wir sind dann in der obersten Reihe des Rotablicks

00:21:29: und haben diesen wunderschollen Blick.

00:21:32: runter ins Tal.

00:21:33: Das Schönste ist, wenn man Gäste kommt,

00:21:35: so wie es im Frühjahr ein paar Mal war.

00:21:37: Das Wetter war super schön.

00:21:38: Und die Sonne geht unter.

00:21:40: Und ich dann immer noch Gänsehaut hab.

00:21:43: Und das sind für mich die schönsten, mit die schönsten Zimmer.

00:21:46: Ja, ich mein, das ist tatsächlich auch ein Thema.

00:21:48: Die Menschen sind fasziniert von Wasser, von Bergen, von Ruhe.

00:21:52: Aber ich glaub, man ist auch wirklich so aus der DNA heraus

00:21:55: fasziniert von Sonnenuntergängen. - Das ist 'n Traum.

00:21:58: Ich weiß nicht, wie viele Sonnenuntergänge

00:22:00: Sie wahrscheinlich schon in ihrem Leben fotografiert haben.

00:22:02: Ja. - Also, ich, sehr viele.

00:22:04: Und sich immer denkt, eigentlich ist immer das gleich,

00:22:06: aber es ist immer wieder schön und besonders.

00:22:09: Also, nicht nur Sonnenuntergänge, sondern auch Sonnenaufgänge.

00:22:12: Hab die letzten noch am vorgestern fotografiert,

00:22:14: als ich mit Herrn Nielson hier hochkam.

00:22:16: Und da gibt es zwei Stellen.

00:22:19: Von meinem Wohnort bis hier oben hin,

00:22:22: die auch etwa die Höhe vom hohen Knochen haben.

00:22:27: Und wo man einen supertollen Blick hat.

00:22:30: Und da war am vorgestern ein ganz toller Sonnenaufgang.

00:22:34: Das ist ja auch, glaub ich, ein wichtiges Thema.

00:22:37: Sie als Gastgeberin an der Rezeption

00:22:39: sind der erste Anlaufstelle für alle möglichen Fragen.

00:22:42: Mhm. - Wo kann man hier hinlaufen?

00:22:45: Was kann man hier entdecken?

00:22:47: Wir kommen jetzt an den Jagdtüten vorbei.

00:22:49: Und also diesen Platz finde ich einfach traumhaft.

00:22:52: Geht's gleich zu der rechten Seite?

00:22:54: Wenn man das nicht sehen kann, sondern uns nur hören kann,

00:22:57: dann würde man einen Eindruck bekommen.

00:23:00: Also, das finde ich wirklich sehr toll.

00:23:02: Und Sonnenuntergänge, das ist oben von der Knochenspitze.

00:23:06: Das ist auch ein Traum, weil sie wirklich über alles hinweg schauen.

00:23:10: Ach, da sind die anderen Hütten. - Ja.

00:23:12: Zwei Stück, und ich sehe da vorne,

00:23:14: jetzt müssen die Schlag kläten.

00:23:15: Und die Eingangstür, die ist so in typischem Schweden rot.

00:23:19: Die sehen aus wie Fachwerkhäuser.

00:23:20: Das ist so ein mini Dorf, drei Hütten sind das sogar.

00:23:23: Also, wir dürfen hier hin. - Dürfen wir hier hin?

00:23:26: Wir dürfen hier hin.

00:23:27: Und es gibt Gäste, die können den Schluck specht nicht.

00:23:30: Kennen Sie den Schluck specht?

00:23:32: Ist das ein Vogel?

00:23:34: Hier berühlt sich eine ganz seltene Vogelart.

00:23:36: Wenn Sie den Deckel anheben, werden Sie den Schluck specht sehen.

00:23:39: Ich muss mal kurz beschreiben, weil Sie haben gerade gesagt,

00:23:43: wir haben kein Video dabei im Moment.

00:23:45: Es sieht aus wie ein überdimensioniert großes Vogelhäuschen.

00:23:48: Braunes Holz mit einem guppverfarbenen Deckel.

00:23:51: Davor ist jetzt ein Zettelchen.

00:23:53: Hier brütet eine ganz seltene Vogelart.

00:23:55: Wenn Sie den Deckel anheben,

00:23:57: dann werden Sie den Schluck specht sehen.

00:23:59: Wer soll das jetzt machen? - Das dürfen Sie machen gerne.

00:24:03: Ah!

00:24:05: Das ist ja ne ...

00:24:06: Da ist der Schluck specht.

00:24:08: Das ist der, der sich im Spiegel sehen kann, in dem Fall ich.

00:24:11: Und jetzt gibt's hier so eine Apparatur.

00:24:14: Das ist ja lustig. Die hat einen Schreiner gebaut.

00:24:16: Da kommen so zwei Gläser, die Körgläser hochgeklappt.

00:24:20: Und in der Mitte steht ne Flasche Schnaps.

00:24:23: Darf man das so sagen? Weizenkorn.

00:24:25: Das ist ja lustig. - Genau.

00:24:27: Dann kann man rein theoretisch, da sind so ein paar kleine Münzen drin.

00:24:31: Könnte man sich bedanken, wenn man möchte.

00:24:33: In dem man eine Münze reinmüft.

00:24:35: Wenn wir noch lustiger werden wollten,

00:24:37: dann können wir das auch zu den Schluck spechten.

00:24:40: Ich mach, aber krieg wieder Sod brennen.

00:24:43: Machen wir am nächsten Mal. - Genau.

00:24:45: Das ist eine tolle Idee.

00:24:46: Wir sollten mal abends hergehen. - Ja.

00:24:48: Ich klappe das wieder rein.

00:24:50: Das kennen einige Gäste nicht.

00:24:52: Und finden das ganz toll.

00:24:54: Das Thema Essen ist auch ein wichtiges Thema bei Ihnen im Hotel.

00:25:01: Richtig.

00:25:03: Wir bieten ja die Halbpension an.

00:25:06: Die besteht aus dem Frühstück.

00:25:08: Und aus dem Abendessen.

00:25:10: Frühstücksbuffet, da finden Sie alles.

00:25:14: Sie haben es heute Morgen auch genießen können.

00:25:16: Über das traditionelle Brotbrötchen.

00:25:19: Bisschen zu Joghurt, frischem Obst.

00:25:23: Was eigentlich auch der Standard sein sollte.

00:25:25: Und am Abend gibt es in der Halbpension

00:25:29: drei verschiedene Gerichte.

00:25:32: Der Gast kann auswählen zwischen Fleisch, Fisch oder Vegetarisch.

00:25:35: Vorab gibt es immer einen Salatbuffet.

00:25:38: Und abwechselnd entweder eine Suppe oder eine Vorspeise.

00:25:42: Was ich richtig gut finde bei Ihnen,

00:25:45: dass es Frühstück bis 10.30 Uhr gibt,

00:25:47: das finde ich deshalb so gut.

00:25:49: Wenn man so ein Nachtmensch, der abends noch lange arbeiten muss,

00:25:53: dann ist das immer Horror,

00:25:55: wenn man bis 8.30 Uhr gefrühstückt haben muss.

00:25:57: Das kann man hier ganz relaxed machen.

00:26:00: Genau, von 8 bis 10.30 Uhr.

00:26:02: Wir haben natürlich auch ab und zu Gäste,

00:26:04: die wirklich beruflich unterwegs sind.

00:26:07: Den bieten wir auf Wunsch auch an,

00:26:09: dass wir das Frühstück dann auch früher machen.

00:26:11: Sind denn eigentlich, kann man das sagen,

00:26:15: sind Männer oder Frauen die einfacheren Gäste?

00:26:18: Gute Frage. Muss ich gerade momentan drüber nachdenken?

00:26:21: Ich glaube, so pauschal kann man das nicht sagen.

00:26:24: Ich glaube, die Frauen müssen sich für ihre Männer beschweren.

00:26:27: Weil die Männer sich oftmals nicht trauen.

00:26:30: Und ihre Frauen dann vorschicken.

00:26:32: Ich glaube, das entspricht der Realität.

00:26:35: Was mich auch noch mal interessieren würde,

00:26:37: Sie sind ja erste Ansprechpartnerin im Hotel für Fragen,

00:26:41: für Kommentare und Wünsche.

00:26:42: Was sind denn so die häufigsten Themen, die bei Ihnen landen?

00:26:45: Was sind die Fragen auch, die beantwortet werden wollen?

00:26:48: Also, erst mal ganz viel Wanderwege, Wanderhuten.

00:26:52: Wie kommt man hier oben vom Berg,

00:26:54: wenn man das Auto stehen lassen will, runter in die Stadt?

00:26:57: Gibt es hier gar nichts drum herum?

00:27:00: Wo kriege ich meine Zigaretten her?

00:27:02: Wo kriege ich die denn her?

00:27:04: Da müssen Sie den Berg runterlaufen, 2 km bis nach Westfeld.

00:27:07: Da gibt es irgendein Haus, Essen und Zigaretten, Auto, mannen dran.

00:27:11: Da bekommen Sie Ihre Zigaretten.

00:27:13: In welche Orte außerhalb des Hotelareals,

00:27:17: wenn man von hier aus einen kleinen Ausflug machen möchte,

00:27:21: was bietet sich denn da an?

00:27:22: Kommt jetzt drauf an, was Sie machen möchten,

00:27:25: ob Sie mit Familie sind, ob Sie allein unterwegs sind.

00:27:28: Ich gebe Ihnen mal ein paar Weispiele.

00:27:30: Wenn wir Damm-Rundchen haben, die möchten gerne mal ein bisschen shoppen gehen.

00:27:35: Da gibt es Schmalenberg oder Winterberg.

00:27:38: Wobei man wirklich dabei sagen muss,

00:27:41: dass Winterberg am Wochenende völlig überfüllt ist.

00:27:44: Die Gäste oft so froh sind,

00:27:46: wieder auf dem Berg zu kommen und ihre Ruhe zu haben,

00:27:49: die erschlagen werden.

00:27:50: Für Kinder gibt es viele Möglichkeiten bei uns im Hotel.

00:27:54: Für die Kinder, Sie haben unten das Spielzimmer gesehen.

00:27:57: Es gibt draußen den Spielplatz.

00:28:00: Hier können als Tomen.

00:28:02: Ansonsten gibt es in Winterberg die Sommer-Rudelbahn.

00:28:06: Mit Kindern, die man machen kann, Kletterpark.

00:28:09: Skywalk gibt es auch?

00:28:11: Den Skywalk gibt es in Billingen.

00:28:14: Etwas weiter entfernt.

00:28:15: Das Thema der Hängebrücke, Skywalks,

00:28:18: da kann ich kurz was zu sagen.

00:28:20: Ich habe beim letzten Besuch mir das selber angeschaut

00:28:23: mit meiner Tochter, mit der 12-jährigen Greta.

00:28:26: Wir fanden das schon ganz spannend.

00:28:28: Das ist ja Deutschlands größte oder längste Hängebrücke.

00:28:32: So ist das Marketing superlativ.

00:28:34: Das Spannende ist, dass man automatisch an der Skisprungstandse ist.

00:28:39: Man kann entweder dort hochlaufen.

00:28:40: Es sind unglaublich viele Treppen, steile Treppen.

00:28:43: Mein Puls war bei 220, als ich oben angekommen bin.

00:28:47: Ist gut für die Kondition.

00:28:48: Oder man kann mit der Zahnradbahn hochfahren.

00:28:52: Dann hat man einen Blick über die ganzen Wälder.

00:28:55: Es ist eine heikle Angelegenheit, drüber zu laufen.

00:28:58: Ist total sicher.

00:28:59: Wenn Wind aufkommt, schwingt das ein bisschen.

00:29:02: Einer oder andere ist umgekehrt, es waren eher kleine Kinder.

00:29:06: Das ist schon eine spannende Sache.

00:29:08: Was mich interessieren würde,

00:29:10: wenn Sie selber ins Hotel gehen.

00:29:12: Jetzt wird das in Zukunft nicht mehr so oft passieren,

00:29:15: weil Sie den Herr Nielson haben, das Wohnmobil.

00:29:17: Aber wenn Sie selber in einem Hotel unterwegs sind,

00:29:20: was ist Ihnen besonders wichtig? Worauf achten Sie?

00:29:23: Erst mal vorab, auch wenn ich den Herr Nielson habe,

00:29:26: gehe ich auf weiterhin in den Hotels.

00:29:28: Das finde ich gerade so spannend daran,

00:29:32: dass man als Wohnmobilfahrer sehr viele Hotels anfahren kann,

00:29:37: die spezielle Parkplätze für Wohnmobile haben.

00:29:41: Aber Sie können die Anämligkeiten des Hotels abgenießen.

00:29:44: Das finde ich cool.

00:29:46: Sie können das Frühstück einnehmen, das Abendessen einnehmen.

00:29:49: Sie können den Saunabereich, Schwimmbadbereich.

00:29:52: Das wäre für ihr oben eine tolle Sache,

00:29:54: wenn man darüber nachdenken würde, das anzubieten.

00:29:59: Jetzt haben Sie schon einen Winter miterlebt, oder?

00:30:02: Richtig, ja. Der 1. Dezember habe ich angefangen.

00:30:06: Da hatten wir die ersten Wochen richtig schön Schnee.

00:30:09: Okay. Sind Sie eher ein Sommer- oder Wintertyp?

00:30:12: Sowohl als auch. Ich mag Skifahren.

00:30:14: Deswegen ist mir diese Gegend hier oben nicht unbekannt.

00:30:18: Wir sind als Kind immer schon nach Winterberg gefahren zum Skielaufen.

00:30:23: Und der Sommer, der hat auch seine Reize.

00:30:27: Ich mag Sonne, ich mag die Wärme.

00:30:29: Ich mag auf meiner Blumenwiese sitzen, hinter Herrn Nielson.

00:30:33: Von daher kann ich eigentlich gar nicht sagen,

00:30:35: dass ich im typischen Sommer oder Winter tütte.

00:30:38: Ich finde, jede Jahreszeit hier hat da eine Reizung.

00:30:41: Jetzt gucken Sie mal den Ausblick an.

00:30:43: Man sieht, dass sich die Bäume auch verferben,

00:30:46: dass so langsam der Herbst Einzug nimmt.

00:30:48: Ist doch einfach ein Traum, oder?

00:30:51: Wir sind ja jetzt wahrscheinlich sogar über 700 m

00:30:56: oder an die 700 m Höhe unterwegs.

00:30:58: Das Hotel hat ja 670 m, glaube ich?

00:31:01: Ja, 670 oder 680 m.

00:31:04: Ist das auch ein Thema, dass hier die Luft deswegen noch ein bisschen anders ist?

00:31:10: Dass man so eine Art Reizklimat?

00:31:12: Ich kenne das von früher von meiner Tochter her,

00:31:15: dass die Anfangs mit Asthma ein bisschen zu tun hatte.

00:31:18: Und der Lungenfacharzt uns wirklich empfohlen hat,

00:31:22: zum Kallenasten zu gehen in die Heide.

00:31:24: Weil da das Klima wirklich für die Bräunchen gut ist.

00:31:28: Und ich meine, wir haben ja auch nicht umsonst hier im Kloster Grascha.

00:31:32: Das ist ja eine Fachklinik für Lungenkranke,

00:31:34: wo früher die Bergleute vorwiegend untergebracht wurden

00:31:39: aus dem Kohlenpott.

00:31:40: Und die jetzt immer noch als anerkannte Lungenfachklinik ist.

00:31:44: Und ja, auch bedingt durch das Klima, denke ich.

00:31:47: Ich habe mir vorhin noch mal die Frage gestellt,

00:31:50: als ich an der Rezeption gestanden habe.

00:31:52: Ich habe eine Auslage, Holz vertefelt mit verschiedenen Wanderrouten.

00:31:56: Aber da gibt es auch Tageszeitungen.

00:31:58: Gedruckte Tageszeitungen auf Papier.

00:32:01: Ich wollte mal fragen, so ein Zeitalter der Digitalität.

00:32:04: Gibt es noch einige Gäste, die so eine Tageszeitung haben

00:32:08: und die auch lesen?

00:32:09: Oder ist das auch hier mittlerweile so ein aussterbendes Spezi?

00:32:13: Also die Eltern, auf jeden Fall noch.

00:32:15: Gerade heute Morgen war ein Gast an der Rezeption,

00:32:18: der speziell seine Zeitung haben wollte.

00:32:21: Die haben wir für die kommende Woche durchweckbestellt.

00:32:24: Und wir haben ja auch Arrangements,

00:32:28: wo wir die Tageszeitung anbieten, im Arrangement enthalten.

00:32:32: Und es gibt doch noch den einen oder anderen,

00:32:35: der die Tageszeitung liest.

00:32:37: Und werden noch Postkarten geschrieben?

00:32:40: Unbedingt, ja.

00:32:41: Auch das.

00:32:42: Da haben die Gäste bei uns die Möglichkeiten,

00:32:45: Postkarten zu schreiben.

00:32:47: Wir frankieren die Kosten los.

00:32:49: Und geben die dann zu Post.

00:32:51: Wir haben Haus eigene Postkarten,

00:32:54: einmal die Winterlandschaft und einmal die Sommerlandschaft.

00:32:58: Und wie gesagt, wir bieten den Gästen an,

00:33:00: die Postkarten, was natürlich auch Werbung für uns ist.

00:33:04: Dann kostenlos abzugeben.

00:33:06: Thema Buchungsverhalten.

00:33:08: Würden Sie eher sagen, dass auch bei Ihrem Buchung

00:33:12: das Thema Last Minute dominiert?

00:33:14: Oder gibt es auch eine ganze Menge Leute,

00:33:17: die wirklich mit Monaten oder sogar einem Jahr vorauszeiten.

00:33:21: Das wäre ja dann Frühbucherthematikbuch.

00:33:24: Wie ist das bei Ihnen?

00:33:26: Das ist unterschiedlich.

00:33:28: Im Moment sind unheimlich viele Anfragen,

00:33:31: die schon für Weihnachten Silvester sind.

00:33:35: Gut, das sind nur noch ein paar Monate bis dorthin.

00:33:38: Längerfristig sind halt Familien, die irgendwelche Events haben.

00:33:43: Hochzeiten, runde Geburtstage, die sie bei uns feiern möchten.

00:33:47: Und bedingt durch diese wechselnden Arrangements,

00:33:50: die wir haben, kommen auch ganz viele, die kurzfristig buchen.

00:33:54: Zum Beispiel jetzt im Moment unser Flaumenarragement.

00:33:58: Gestern kam noch eine Buchung rein für kommendes Wochenende.

00:34:02: Es gibt auf der Hotelanlage auch zwei separate Ferienhäuser.

00:34:06: Die gibt es auch gar nicht so lange, relativ neu gebaut.

00:34:10: Sehr modern. Können Sie uns da ein bisschen was drüber verraten?

00:34:14: Die Ferienhäuser werden gerne von Familien genommen,

00:34:17: von jungen Familien auch mit kleineren Kindern.

00:34:20: Weil es dort separate Schlafzimmer gibt.

00:34:22: Aber auch von befreundeten Pärchen.

00:34:25: Es hat jeder seine eigene Rückzugsmöglichkeit.

00:34:29: Es hat jeder sein eigenes Badezimmer.

00:34:31: Also auch da sind alle Generationen,

00:34:35: die gerne dieses Ferienhaus buchen, einzureisen,

00:34:39: sind auch gerne auch mit Hund.

00:34:42: Sie sind unabhängig und können trotzdem alles nutzen vom Hotel.

00:34:47: Vor Schmitz, ich würde gerne das Thema

00:34:54: in Anführungszeichen Personal noch mal ansprechen.

00:34:57: Das ist ein insoweit schwieriges Thema,

00:35:00: weil in der Gastronomie, in der Hotellerie,

00:35:03: ist es nicht einfacher geworden,

00:35:05: wieder in Anführungszeichen gute Leute zu finden,

00:35:08: wie in ganz vielen anderen Branchen auch.

00:35:10: Anderen Gastgeber auch bestätigt.

00:35:13: Wie ist denn jetzt Ihre Erfahrung nach knapp einem Jahr?

00:35:16: Ist das wirklich auch so eine Familie?

00:35:19: Und was würden Sie jemanden,

00:35:21: der sich hier bewirbt, mit auf den Weg geben?

00:35:24: Also wir haben hier einige Mitarbeiter,

00:35:26: die wirklich auch schon seit einigen Jahren hier sind.

00:35:29: Also ich habe mich persönlich sofort in die Familie aufgenommen gefühlt.

00:35:34: Vom Gastgeberseite her, als auch von meinen Kollegen.

00:35:37: Was würden Sie denn aus Ihrer persönlichen Sicht sagen,

00:35:40: um hier zu benenfeizt hier zu arbeiten?

00:35:42: Also ganz ... erst mal die Natur für mich persönlich.

00:35:46: Dann, was vom Haus eben ausgeboten wird,

00:35:49: Sie haben die Möglichkeit hier oben zu übernachten.

00:35:52: Wir haben das ist Mitarbeiterhaus.

00:35:55: Sie können die Firmenfahrzeuge nutzen,

00:35:57: um halt auch am freien Tag mal das Sauerland zu erkunden.

00:36:01: Oder einfach Einkäufe zu machen, Winterberg oder Schmalenberg.

00:36:05: Und jetzt eben haben wir schon drüber gesprochen,

00:36:08: auch die Sachen Sauna, Schwimmbad, all diese Dinge kann man auch nutzen.

00:36:13: Und das finde ich wirklich ganz charmant.

00:36:16: Darf ich mal ins Nähkistchen reinschauen?

00:36:18: Wie lief bei Ihnen das Casting ab? Sie haben sich beworben,

00:36:21: und dann gab es irgendwie ein Gespräch.

00:36:24: Mögen Sie mal zwei, drei Sätze dazu sagen,

00:36:26: wie lief bei Ihnen der Bewerbungsprozess ab?

00:36:28: Sicherlich anders als bei jüngeren Mitarbeitern.

00:36:31: Ich bin ja nun schon in einem etwas fortgeschrittenen Alter.

00:36:35: Also von daher ist das sicherlich schon anders,

00:36:38: aber ich habe schon einige Erfahrungen hinter mir.

00:36:40: Ich weiß selber, wie Personalgespräche geführt werden,

00:36:44: weil ich das jahrelang gemacht habe.

00:36:46: Jetzt kommt wieder heftiger Wind auf.

00:36:48: Man kann das hören,

00:36:49: weil die Bäume mit ihren Blättern ja richtig rascheln.

00:36:53: Oder rauschen muss man eher sagen.

00:36:55: Und ... - Das ist auch toll, ne?

00:36:57: Super schön. - Entschuldigung.

00:36:59: Nein, alles gut, wir genießen ja gerade.

00:37:01: Ja, also nochmal um das Bewerbungsgespräch auf drauf zurückzukommen.

00:37:06: Als wenn ich die beiden schon immer gekannt hätte.

00:37:09: Wir sind offen miteinander umgegangen.

00:37:13: Ich habe offen erzählt, was mir an den vorherigen Jobs nicht gepasst hat.

00:37:17: Wie meine Gewünsche sind, wie ich mir das vorstelle.

00:37:20: Und ...

00:37:22: Ich kann mich noch an die Vorstellungsgespräche erinnern.

00:37:25: In jüngeren Jahren, wo man aufgeregt war.

00:37:28: Das war ich überhaupt nicht.

00:37:29: Wie gesagt, ich bin zu Hause angekommen.

00:37:32: Darf ich mal fragen, was Ihnen früher nicht gefallen hat,

00:37:35: was Sie da radikuliert haben?

00:37:37: Der Umgang miteinander.

00:37:39: Das ist hier wirklich Team.

00:37:41: Also ich spreche jetzt nicht von meiner Firma,

00:37:43: da war das auch etwas anders.

00:37:45: Gut, weil ich da auch ein bisschen für gesorgt habe,

00:37:48: dass es etwas anders ist.

00:37:49: Aber in der Stelle danach ...

00:37:51: Es war von der Geschäftsführung her ...

00:37:54: war man halt nicht der Mitarbeiter, der mitarbeitet,

00:37:57: sondern man war der Arbeiter.

00:38:00: Und entsprechend wurde da auch umgegangen,

00:38:02: die Hüftlichkeitsformen sind total untergegangen.

00:38:05: Die Wertschätzung des Mitarbeiters, das fand ich so traurig.

00:38:11: Ich hab den Eindruck, wenn man sie so kennenlernt und erlebt.

00:38:14: Es recht, wenn Sie so erzählen,

00:38:16: dass Sie auf der einen Seite hier arbeiten,

00:38:18: aber auch unglaubliche Freiheiten haben oder sich nehmen können.

00:38:22: Ist das so?

00:38:23: Das ist so.

00:38:25: Der Job muss gemacht werden, ganz klar.

00:38:27: Aber ich habe das Gefühl,

00:38:29: oder ich bekomme es ja auch zurück von den Inhabern,

00:38:32: dass ich das mache und meine Art, wie ich mit den Leuten umgehe,

00:38:36: oder wie ich mich selber gebe,

00:38:38: oder auch bewege außerhalb der Arbeitszeit,

00:38:40: das ist genau das Richtige.

00:38:42: Ich glaube, wir haben uns gesucht und gefunden.

00:38:44: Das ist eine echte Wien-Situation.

00:38:46: Von meiner Seite aus würde ich das so sagen.

00:38:48: (Ruhige Musik)

00:38:50: Vielleicht ist auch noch mal eine spannende Frage

00:38:52: aus einer ganz anderen Blickrichtung.

00:38:55: Das Thema Marketing ist heute wichtig für jedes Hotel,

00:38:58: für jedes Unternehmen.

00:38:59: Hege-Apsigieserei ist das Hotel.

00:39:01: Kriegen Sie ein bisschen mit,

00:39:03: kriegen Sie ein bisschen Feedback von den Gästen?

00:39:06: Woher hat die Gäste auf sie aufmerksam werden,

00:39:09: wenn es nicht gerade Stammgäste sind?

00:39:11: Ganz viel über Instagram, Mundpropaganda.

00:39:14: Da ist er von dem, der hat dann damals gefeiert.

00:39:17: Oder von dem, die Enkel oder die Kinder,

00:39:20: die bringen dann ihre Generation wieder mit.

00:39:22: (Ruhige Musik)

00:39:23: So, jetzt sind wir wieder am Hotel angekommen

00:39:26: und laufen schon seit drei, vier Minuten über die Hotelwege.

00:39:29: Jetzt sind wir direkt am Herrn Nielson. - Mhm.

00:39:32: So, also das ist ein weißes Wohnmobil.

00:39:36: Ein riesengroßes Wohnmobil, also das ist ein großes Hotelzimmer.

00:39:40: Jetzt verstehe ich auch, warum Sie das bevorzugen.

00:39:43: (Lachen)

00:39:44: Oh, jetzt fährt eine Treppe automatisch hier elektronisch aus.

00:39:49: Dadurch, dass die Lage jetzt etwas schräg ist,

00:39:51: müssen wir uns etwas hochquälen.

00:39:53: Darf ich hier mit Schuhen rein? - Ja, selbstverständlich.

00:39:57: Fühlen Sie sich mit zu Hause. - Wow.

00:39:59: Das ist ja total space-ig.

00:40:00: Und es riecht so nach ... - Neun, ne?

00:40:02: ... Schreinerei, nach Holz und Möbel.

00:40:05: Da ist Herr Nielson, sehr süß.

00:40:07: Also, das ist ein kleiner Stoff, Herr Nielson.

00:40:10: Der hat ein knuffiges Gesicht und hat ein grünes Mäntelchen an.

00:40:14: Normalerweise sitzt er hier vorne,

00:40:16: aber dadurch, dass ich das vorne runtergemacht hab,

00:40:19: weil die Sonne gerade auch rein scheint

00:40:22: und es heute Abend so muckelig hier drin ist

00:40:24: und mir alle hier reingucken können,

00:40:26: dass ich da oben sitze, quasi über dem Fahrerraum sitzt,

00:40:30: ein Schutzengel, das ist auch ein Schutzengel, ne?

00:40:33: Der ist immer und alle, die da unterwegs sind,

00:40:36: beschützen wird.

00:40:38: Ein Buchlicht auf dem Tisch, das ist ein Magnetbecher, glaube ich, hier, ne?

00:40:42: Nee, das ist ein Diffusor, wo ich mir dann abends zum Runterkommen

00:40:46: ein bisschen Lavendel reinmache und ein paar Mal anmachen.

00:40:50: Und kann ich arbeite gerne auch mit verschiedenen Ölen.

00:40:53: Und egal, wie die Stimmung ist,

00:40:56: können sie mir mit Ölen, wie sie sicherlich auch wissen,

00:40:59: einiges bewirken.

00:41:00: Lavendel ist halt so ein bisschen runterkommen.

00:41:03: Und wenn ich ein bisschen draufkommen will,

00:41:05: also ein bisschen, dann hab ich gerne Wildorange oder Lämmen.

00:41:09: Oder wenn die Erkältungskrankheiten kommen,

00:41:12: dann gerne auch mal ein bisschen mit Pfefferminz

00:41:14: oder mit anderen etärischen Ölen.

00:41:16: Sie sind ja schon so eine kleine Genießerin.

00:41:18: Ja, macht sie an und dann kommt irgendwann,

00:41:21: fängt es an zu nebeln.

00:41:23: Also ich find das hier richtig gemütlich,

00:41:25: das ist ein ziemlich großer Innenraum.

00:41:28: Wir haben hier zwei Sufersitzecken mit Leder bezogen,

00:41:33: in der Mitte ein großer Tisch.

00:41:35: Dann gibt's eine Kitschenette mit zwei Kochplatten,

00:41:38: ich glaub, das ist auch schon ein kleiner Luxus.

00:41:41: Da vorne ist ein Mikrowelle und ein Kühlschrank.

00:41:44: Dann haben wir da hinten, wie sagt man, den Nassbereich.

00:41:47: Sanitärbereich, Dusche und Toilette, kleines Waschbecken.

00:41:51: Ganz charmant, eben an diesem Wohnmobil ist halt,

00:41:54: dass der dieses große Raumbad hat.

00:41:57: Das können Sie jetzt hier zumachen.

00:41:59: Dann haben Sie ein Bad für sich abgeschlossen.

00:42:02: Also das sieht richtig top aus.

00:42:03: Jetzt muss ich noch mal fragen,

00:42:05: das Bett ist jetzt gerade über dem Wohnzimmer-Tisch hier.

00:42:08: Genau, also wenn Sie das Bett runterfahren,

00:42:11: Sie haben einmal die Möglichkeit, auch unten zu liegen.

00:42:14: Hinter dieser Klappe ist auch so eine elektronische Steuerung.

00:42:17: Hier ist einmal die Sattanlage.

00:42:18: Hier haben Sie auch das Bedienpanel für das Bett.

00:42:21: Aber das ist relativ groß und breit,

00:42:23: dass die Personen drin schlafen.

00:42:25: Und zu Not kann da auch so ein kleiner Zwerg noch an der Mitte dabei sein.

00:42:29: Ungefähr 60 mal 2 Meter.

00:42:30: Herzlichen Glückwunsch. - Danke.

00:42:32: Ich bin auch total stolz. - Tolles Hotelzimmer.

00:42:34: Also es ist ein Suite, mindestens auch eine Junior Suite.

00:42:37: Vielen Dank für die Einblicke und die Offenheit,

00:42:40: dass Sie mir das gezeigt haben.

00:42:42: Und Sie sind eine tolle Gastgeberin. - Danke schön.

00:42:45: Ich würde Ihnen gerne was zu trinken anbieten,

00:42:47: aber die Zeit dafür reicht leider nicht mehr.

00:42:50: Jetzt machen wir mal hier Stopp.

00:42:52: Talk - Begegnungen am Berghotel Hoher Knochen.

00:42:55: Vielen Dank für's Zuhören.

00:42:59: Und bis bald zu einer erholsamen Auszeit bei uns im schönen Sauerland.

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.