Die „Chefs“ vom 4-Sterne Berghotel Hoher Knochen im Sauerland: Kristin Werner und Bernhard Kevekordes
Shownotes
Shownotes:
https://www.berghotel-hoher-knochen.de
Moderation:
Thorsten Hup (Journalist)
Schnitt und Bearbeitung:
Tonstudio Moritz Maier
Aufgenommen mit Track E´s von Tentacle Sync
Sprecher Intro & Outro: Sven Weikam https://weikam-medien.de
Transkript anzeigen
00:00:00: * Musik *
00:00:02: Walk and Talk - Begegnungen am Berghotel Hohe Knochen.
00:00:06: So, herzlich willkommen auf dem hohen Knochen.
00:00:14: Wir sind mitten im Sauerland.
00:00:16: Wir sind da, wo man die Seele richtig baumeln lassen kann.
00:00:20: Und, was ich fast noch wichtiger finde,
00:00:22: hier gibt es Ruhe pur wie kaum woanders.
00:00:25: Wir sind in der Alleinlage auf fast 700 m Höhe.
00:00:29: Und um uns herum Natur.
00:00:31: Mit Wäldern, Spazierwegen, mehr als 1000 Bergen
00:00:34: und unendlich frischer Luft.
00:00:36: Ich finde, das ist einer der schönsten Plätze,
00:00:40: um zu entschleunigen und in entspannterster Atmosphäre
00:00:43: zur Ruhe zu kommen und gleichzeitig auch Kraft aufzutanken.
00:00:47: Oder, so wie heute,
00:00:49: auch tolle Begegnungen am Ruherberg zu genießen.
00:00:52: "Walk and Talk" heißt es jetzt mit unserer Premiere der ersten Folge.
00:00:56: * Musik *
00:00:59: Mit dabei, als Gäste heute, als Gäste und Gastgeber,
00:01:02: sind die beiden Hotelchefs.
00:01:04: Ich verzichte jetzt mal aufs Gendern an der Stelle.
00:01:07: Ja, bitte. - Das vier Sterne Berghotel 2 Knochen.
00:01:10: Herzlich willkommen, Christine Werner,
00:01:12: jetzt im Moment zu meiner Rechten.
00:01:14: Und Bernhard Kiewikor, das logischerweise zu meiner Linken.
00:01:18: Ladies first, Frau Werner.
00:01:20: Ja, ich heiße alle herzlich willkommen, die uns zuhören.
00:01:24: Und wir machen jetzt nach kurzem schon kurz Halt
00:01:28: an unserer Schafwiese.
00:01:30: Da kann ich mich nämlich am besten vorstellen.
00:01:33: Also, wir haben ja das Glück,
00:01:35: dass wir hier oben, wo wir arbeiten,
00:01:38: im Berghotel 2 Knochen auch leben.
00:01:40: Ein Bergplato, auf dem man 360° weit sehen kann.
00:01:45: Und unsere Gäste kommen hierher, um Erholung zu finden
00:01:50: und diese Ruhe natürlich zu genießen.
00:01:53: Und ich würde sagen, wenn ich mich vorstellen soll,
00:01:56: dann macht das auch aus, was ich bin.
00:01:59: Also, ich bin hier auch verwurzelt.
00:02:02: Und ich liebe diesen Ort und jeden Tag fällt mir das ein.
00:02:06: Und wenn ich mich so hier zu Hause fühlen kann,
00:02:11: das ist eigentlich das größte auf der Welt.
00:02:14: Ja, jetzt haben wir sechs Schäfchen auf der Wiese.
00:02:17: Und die zwei, ich will nicht sagen Wichtigsten,
00:02:20: aber jetzt zumindest im Moment interessantesten,
00:02:23: stehen ja neben mir Herr Kiewikor, was machen Sie denn hier?
00:02:26: Ja, ich bin hier aufgewachsen.
00:02:28: Seit Kind hat er hier aufgewachsen.
00:02:30: Ich bin hier auch zur Schule gegangen.
00:02:32: Ich bin dann natürlich um zehn Jahre weg gewesen,
00:02:35: in klassischer Kochlehre, durchlaufen Küche, Service,
00:02:39: Einkauf, Verkauf, Hotelforschule und noch ein Jahr als Sozialstaussistent.
00:02:43: Und bin dann Ende der 80er-Jahre wieder zurückgekommen.
00:02:47: Ich hab dann mit meinen Eltern, meiner Tante,
00:02:49: die Betrieb weitergeführt, die ich nach ein paar Jahren dann übernommen hab.
00:02:54: 1952. 1952.
00:02:55: Also, das ist nach einem Krieg entstanden.
00:02:58: Mein Opa war Segewerker Holzhändler und hat den Wald gekopft
00:03:01: in den 30er-Jahren.
00:03:02: Und hat für meinen Vater hier oben quasi den Bauern hochgekündet
00:03:06: mit Wald.
00:03:07: Und das ist alles nach einem Krieg entstanden.
00:03:09: Auch die Straße, Stromleitung, Wasserleitung, etc.
00:03:12: Hat vorher nichts gestanden.
00:03:14: Klasse. Sollen wir weitergehen? - Mhm.
00:03:16: Unser Format heißt "Walk and Talk".
00:03:19: Wir haben gesagt, das ist ein Experiment, was wir heute starten.
00:03:22: Nachdem wir schon zumindest zwei Minuten gelaufen sind,
00:03:25: sind wir noch auf dem Hotel eigenen Gelände.
00:03:28: Und auf der rechten Seite kommt jetzt die eigene,
00:03:31: kann man so sagen, hauseigene Kappele an.
00:03:33: Ja, die Sant Elisabeth-Kappele, genau.
00:03:35: Auch eine tolle Sache, da kommen wir später noch mal dazu.
00:03:38: Ich find, das hat noch mal eine eigene Episode verdient.
00:03:41: Herr Kevekordes, Sie haben gerade eine Vorstellung gemacht.
00:03:44: Vielen Dank dafür. Jetzt frage ich noch mal nach.
00:03:47: Was steht denn wirklich auf Ihrer Visitenkarte?
00:03:50: Wir sind für den Gast da, wir machen das gerne.
00:03:52: Ich finde es besser, wie Geschäftsführer oder Telelektor.
00:03:56: Wir machen ja auch möglichst alles.
00:03:58: Ja, ist auch vom Punkt, ne? - Ja, genau.
00:04:00: Das kann er gut.
00:04:02: (Lachen)
00:04:03: Jetzt geht es hier langsam in die echten Spazierwege über.
00:04:07: Es ist nicht mehr betoniert,
00:04:08: sondern jetzt kommen wir auf den echten Stein.
00:04:11: Ich fang mal mit der Tür ins Haus, sozusagen.
00:04:14: Diese unglaubliche Ruhe hier.
00:04:16: Entspannung, Krafttanken.
00:04:19: Das ist ja eine der großen Klusspunkte hier oben am Hohenknochen.
00:04:23: Was ist denn aus Ihrer Sichtweise das wirklich Besondere hier?
00:04:27: Und ich verschärf es noch mal ein bisschen.
00:04:30: Was gibt es nur hier?
00:04:31: Also, einmal den Humpfblick, den Himmel.
00:04:35: Und auch, dass wir wirklich abschließend,
00:04:38: dass man die Straße hochfahren muss.
00:04:40: Und dass man sich hier irgendwo, manchmal hier,
00:04:43: hört die Welt auf, ist ein Punkt, den man eigentlich wahrnehmen muss.
00:04:47: Und eigentlich hochfahren kann.
00:04:49: Solche Sachen kann man schlecht beschreiben.
00:04:52: Muss man erleben oder erwandern, könnte man sagen?
00:04:56: Erleben, erwandern, sich hinsetzen, in die Ruhe gucken,
00:04:59: in die Weite gucken.
00:05:01: Wir haben eine nahe Aussicht, eine freite Aussicht.
00:05:04: Und das finde ich schon besonders.
00:05:07: Dass man hier wirklich ...
00:05:08: nicht die Geräusche des Alltags wahrnimmt,
00:05:12: sondern dass man seinen eigenen Atem wahrnimmt, so wie wir jetzt.
00:05:17: Oder dass man die Vögel wahrnimmt oder den Wind.
00:05:20: Man kommt hier an, wie gesagt.
00:05:24: Das Auto lässt man stehen.
00:05:26: Hier nach uns kommen die Wanderwege.
00:05:29: Und die Knochenspitze.
00:05:31: Der Karle Asten.
00:05:34: Und man spürt natürlich, dass da ...
00:05:37: Weite ist, dass da keine Festungen ...
00:05:42: sind von menschlicher Hand.
00:05:46: Wir gehen gerade in eine kleine Anhörung,
00:05:49: einen kleinen Berg hoch,
00:05:50: und das sind wir nicht außer Atem.
00:05:53: Herr Kevekordes, Sie sind jetzt jemand, der ein Sauerland-Urgestein ist.
00:05:57: Kann man so sagen.
00:05:58: Frage an Sie noch mal, Herr Kevekordes.
00:06:01: Auch als Besitzer des Hotels und derjenige,
00:06:04: der hier ein Sauerland-Urgestein ist,
00:06:06: weiß man selber, also wissen Sie noch, zu schätzen,
00:06:10: was Sie für einen besonderen, ruhigen Fantasie haben.
00:06:15: Oder geht das ganz offen und ehrlich im Hotelbetrieb
00:06:19: oder im täglichen Alltag unter?
00:06:21: Man kriegt das schon mit.
00:06:23: Man kriegt es von anderen Menschen erzählt,
00:06:25: dass es hier eine besondere Lage ist,
00:06:28: dass man diese Großziehigkeit, diese Weite hat.
00:06:31: Wenn man nachdenkt, man spürt es auch selbst,
00:06:33: dass man uns auch aussteht, dass man nur ins Grüne guckt,
00:06:37: in die Berge reinguckt und kein Auto, kein Haus sieht.
00:06:40: Das macht schon was.
00:06:42: Leben Sie eigentlich selbst hier oben? - Ja.
00:06:44: Ich bin ja aufgewachsen, auch groß geworden.
00:06:47: Bis auf die Zeit, wo ich zum Zuhause weg war,
00:06:50: war ich die ganze Zeit hier.
00:06:52: Wenn Sie sich vorstellen, mir fällt gerade diese Parallel zu Heidi ein.
00:06:58: Ich glaube, die war in Klagenfurt in ein paar Tagen.
00:07:01: Ist das für Sie vorstellbar oder sagen Sie auf gar keinen Fall?
00:07:05: Statt kann ich mir gar nicht vorstellen.
00:07:07: Warum nicht? - Das ist mir viel zu laut, viel zu hektisch.
00:07:11: Die Menschen bewegen sich hin und her.
00:07:13: Einmal meint man auch ohne Plan.
00:07:15: Und das wäre für mich nichts.
00:07:18: Wie ist das bei Ihnen, Frau Wender?
00:07:20: Sie sind in einflungsreichen Zugezogene, glaube ich.
00:07:23: Ja, genau.
00:07:24: Ich habe in Bochum studiert und gelebt.
00:07:27: Bin aufgewachsen in einer Kleinstadt.
00:07:30: Ich kann mir nicht vorstellen, noch mal hier wegzugehen.
00:07:36: Also, ich bin hier angekommen.
00:07:39: Musste mich natürlich lange Zeit gewöhnen.
00:07:42: Aber ich will nicht mehr tauschen.
00:07:47: Ja, gut, das hat man in Bochum anders.
00:07:49: Ja, ja.
00:07:51: Was haben Sie denn als Gastgeberin studiert in Bochum?
00:07:56: Ich habe Germanistik studiert und Kulturwissenschaften.
00:08:01: Okay, doch ein bisschen was anderes, als das, was Sie jetzt machen.
00:08:05: Ja, wobei ich sagen muss,
00:08:08: dass ich anhand meiner Kulturwissenschaften
00:08:10: in Bochum studieren kann.
00:08:12: Ich habe auch eine kleine Kulturwissenschaft.
00:08:16: Ich habe auch eine kleine Kulturwissenschaft.
00:08:19: Ich habe auch eine kleine Kulturwissenschaft.
00:08:22: Ich habe auch eine kleine Kulturwissenschaft.
00:08:25: Ich habe auch eine kleine Kulturwissenschaft.
00:08:28: Ich habe auch eine kleine Kulturwissenschaft.
00:08:32: Ich habe auch eine kleine Kulturwissenschaft.
00:08:35: Ich habe auch eine kleine Kulturwissenschaft.
00:08:38: Ich habe auch eine kleine Kulturwissenschaft.
00:08:41: Ich habe auch eine kleine Kulturwissenschaft.
00:08:44: Ich habe auch eine kleine Kulturwissenschaft.
00:08:47: Ich habe auch eine kleine Kulturwissenschaft.
00:08:50: Ich habe auch eine kleine Kulturwissenschaft.
00:08:54: Ich habe auch eine kleine Kulturwissenschaft.
00:08:57: Ich habe auch eine kleine Kulturwissenschaft.
00:09:00: Ich habe auch eine kleine Kulturwissenschaft.
00:09:03: Ich habe auch eine kleine Kulturwissenschaft.
00:09:06: Ich habe auch eine kleine Kulturwissenschaft.
00:09:09: Ich habe auch eine kleine Kulturwissenschaft.
00:09:12: Ich habe auch eine kleine Kulturwissenschaft.
00:09:15: Ich habe auch eine kleine Kulturwissenschaft.
00:09:18: Ich habe auch eine kleine Kulturwissenschaft.
00:09:22: Ich habe auch eine kleine Kulturwissenschaft.
00:09:25: Ich habe auch eine kleine Kulturwissenschaft.
00:09:28: Ich habe auch eine kleine Kulturwissenschaft.
00:09:31: Ich habe auch eine kleine Kulturwissenschaft.
00:09:34: Ich habe auch eine kleine Kulturwissenschaft.
00:09:37: Ich habe auch eine kleine Kulturwissenschaft.
00:09:40: Ich habe auch eine kleine Kulturwissenschaft.
00:09:43: Ich habe auch eine kleine Kulturwissenschaft.
00:09:47: Ich habe auch eine kleine Kulturwissenschaft.
00:09:50: Ich habe auch eine kleine Kulturwissenschaft.
00:09:53: Ich habe auch eine kleine Kulturwissenschaft.
00:09:56: Ich habe auch eine kleine Kulturwissenschaft.
00:09:59: Ich habe auch eine kleine Kulturwissenschaft.
00:10:02: Ich habe auch eine kleine Kulturwissenschaft.
00:10:05: Ich habe auch eine kleine Kulturwissenschaft.
00:10:08: Ich habe auch eine kleine Kulturwissenschaft.
00:10:12: Ich habe auch eine kleine Kulturwissenschaft.
00:10:15: Ich habe auch eine kleine Kulturwissenschaft.
00:10:18: Ich habe auch eine kleine Kulturwissenschaft.
00:10:21: Ich habe auch eine kleine Kulturwissenschaft.
00:10:24: Ich habe auch eine kleine Kulturwissenschaft.
00:10:27: Ich habe auch eine kleine Kulturwissenschaft.
00:10:30: Ich habe auch eine kleine Kulturwissenschaft.
00:10:33: Ich habe auch eine kleine Kulturwissenschaft.
00:10:36: Ich habe auch eine kleine Kulturwissenschaft.
00:10:40: Ich habe auch eine kleine Kulturwissenschaft.
00:10:43: Ich habe auch eine kleine Kulturwissenschaft.
00:10:46: Ich habe auch eine kleine Kulturwissenschaft.
00:10:49: Ich habe auch eine kleine Kulturwissenschaft.
00:10:52: Ich habe auch eine kleine Kulturwissenschaft.
00:10:55: Ich habe auch eine kleine Kulturwissenschaft.
00:10:58: Ich habe auch eine kleine Kulturwissenschaft.
00:11:01: Ich habe auch eine kleine Kulturwissenschaft.
00:11:05: Ich habe auch eine kleine Kulturwissenschaft.
00:11:08: Ich habe auch eine kleine Kulturwissenschaft.
00:11:11: Ich habe auch eine kleine Kulturwissenschaft.
00:11:14: Ich habe auch eine kleine Kulturwissenschaft.
00:11:17: Ich habe auch eine kleine Kulturwissenschaft.
00:11:20: Ich habe auch eine kleine Kulturwissenschaft.
00:11:23: Ich habe auch eine kleine Kulturwissenschaft.
00:11:27: Ich habe auch eine kleine Kulturwissenschaft.
00:11:30: Ich habe auch eine kleine Kulturwissenschaft.
00:11:33: Ich habe auch eine kleine Kulturwissenschaft.
00:11:36: Ich habe auch eine kleine Kulturwissenschaft.
00:11:39: Ich habe auch eine kleine Kulturwissenschaft.
00:11:42: Ich habe auch eine kleine Kulturwissenschaft.
00:11:45: Ich habe auch eine kleine Kulturwissenschaft.
00:11:48: Ich habe auch eine kleine Kulturwissenschaft.
00:11:51: Ich habe auch eine kleine Kulturwissenschaft.
00:11:55: Ich habe auch eine kleine Kulturwissenschaft.
00:11:58: Ich habe auch eine kleine Kulturwissenschaft.
00:12:01: Ich habe auch eine kleine Kulturwissenschaft.
00:12:04: Ich habe auch eine kleine Kulturwissenschaft.
00:12:07: Ich habe auch eine kleine Kulturwissenschaft.
00:12:10: Ich habe auch eine kleine Kulturwissenschaft.
00:12:13: Ich habe auch eine kleine Kulturwissenschaft.
00:12:16: Ich habe auch eine kleine Kulturwissenschaft.
00:12:19: Ich habe auch eine kleine Kulturwissenschaft.
00:12:23: Ich habe auch eine kleine Kulturwissenschaft.
00:12:26: Ich habe auch eine kleine Kulturwissenschaft.
00:12:29: Ich habe auch eine kleine Kulturwissenschaft.
00:12:32: Ich habe auch eine kleine Kulturwissenschaft.
00:12:35: Ich habe auch eine kleine Kulturwissenschaft.
00:12:38: Ich habe auch eine kleine Kulturwissenschaft.
00:12:41: Ich habe auch eine kleine Kulturwissenschaft.
00:12:44: Ich habe auch eine kleine Kulturwissenschaft.
00:12:48: Ich habe auch eine kleine Kulturwissenschaft.
00:12:51: Darf ich noch mal in Diskret sein? - Ja.
00:12:54: Wie haben Sie sich kennengelernt hier im Hotel?
00:12:57: Hier im Hotel, ja. - Wirklich? - Ja.
00:12:59: Herr Kevekord, das muss man sich vorstellen,
00:13:02: dass man gleichzeitig die Chance hat,
00:13:05: attraktive, interessante Frauen kennenzulernen.
00:13:08: Möglichkeiten hat man. - Klar.
00:13:11: (Gelächter)
00:13:14: Thema Sauerland.
00:13:17: Ich glaube, das ist ein ganz deutschlandes Begriff.
00:13:20: Weiter geht es. Woher kommt der Begriff "Sauerland" ein?
00:13:23: Was steckt dahinter? Wissen Sie das?
00:13:25: Es gibt verschiedene. Es gibt Südland, also Südland,
00:13:28: dass man es daher nimmt.
00:13:30: Oder man sagt auch viel, der Boden saurer Boden.
00:13:33: Es ist landwirtschaftlich.
00:13:36: In dieser Höhenlage ein armes Land.
00:13:38: Selbst hier oben nur noch viel Wirtschaft.
00:13:40: Ab 6 noch Meter hat es keinen Zweck mehr mitgetreilt.
00:13:43: Dafür ist das Klima einfach zu rauch.
00:13:45: Ich habe vor Kurzem in der Vorbereitung gelesen,
00:13:48: dass es auf einer Marketingseite für Sauerland stand,
00:13:51: dass hier die modernste Infrastruktur, Digitalität ist.
00:13:54: Nicht, dass ich das vom Sauerland nicht erwartet hätte.
00:13:58: Aber jetzt mal Frage an die Experten. Ist das so?
00:14:01: Südwestfaden ist das drittgrößte Wirtschaftsgebiet in Deutschland.
00:14:05: Das ist schon was.
00:14:07: Ist noch vor Ostwestfaden, wo die VfÖ-Ötka-Klassen ist.
00:14:11: Das ist so. Es sind sehr fortgeschuldige Unternehmen.
00:14:14: Was sind aus Ihrer Sichtweise als gebürtiger Sauerländer,
00:14:17: was sind die großen starken Vorteile vom Sauerland?
00:14:20: Das war ziemlich zentral liegen in Deutschland gesehen.
00:14:23: Das war in Grün liegen, dass wir nicht weit ab von diesen großen Gebieten
00:14:28: sind wie Köln, Düsseldorf und Wogebiet.
00:14:31: Das ist auf 1,5 Stunden mit dem Auto.
00:14:33: Man hat hier oben eine ruhende Lebensqualität.
00:14:37: Kann ich nachvollziehen.
00:14:39: Ich komme gleich noch mal zu den typischen Sauerländer-Spezialitäten.
00:14:43: Was Kulinarik angeht. Ich wollte aber nicht lockerlassen.
00:14:46: Ich habe keine Kraft gehabt.
00:14:48: Sie haben ja irgendwann nicht Frau Werner kennengelernt im Hotel.
00:14:52: Dann haben sie sie irgendwann gesehen.
00:14:54: Darf ich mal fragen, was hat sie damals so begeistert?
00:14:57: Da kommen ja viele hübsche, nette Frauen.
00:14:59: Wie war das?
00:15:01: Es ist ja so, dass Frau Werner kurzzeitig bei uns beschäftigt war.
00:15:05: Wir haben sie auch eingestellt.
00:15:07: Wir haben sie nicht klarkommen.
00:15:09: Seiteneinstrinker, seiteneinstieg, muss man sagen.
00:15:12: Dann sind wir uns eben näher gekommen.
00:15:15: Wir sind ja nicht mehr dran.
00:15:17: Also Thema Sauerländer-Spezialitäten.
00:15:20: Ich habe mal Google angeschmissen.
00:15:22: Und rund ums Thema Gastronomie oder Kulinarik.
00:15:25: Da gibt es die Pothucke.
00:15:27: Ist das noch ein Thema oder gibt es das nur im Internet?
00:15:30: Gibt es immer noch, aber wird nicht mehr so viel gemacht.
00:15:33: Das Problem ist natürlich,
00:15:36: hier ist eine relativ rauere Wildnis,
00:15:38: rauere Landschaft, raues Klima.
00:15:40: Da baut man kräftige Essen, das ist auch eine Pothucke.
00:15:43: Das ist ein Kartoffelspeck und wird dann angestockt.
00:15:46: Alles kräftig, Essen schmeckt sehr gut.
00:15:49: Aber manche Menschen betätigen sich nicht mehr so viel körperlich wie früher.
00:15:53: Dann sind diese Sachen nicht mehr ganz so gefragt wie früher.
00:15:56: Was waren denn aus der Erfahrung heraus
00:16:01: besondere Erlebnisse, die sie in den letzten Jahren so erlebt haben?
00:16:05: Lassen Sie mal ein bisschen aus dem Leckkästchen plaudern.
00:16:08: Was die erzählen da.
00:16:10: Meine Frau hat hier in '92 jeden Geburtstag gefeiert.
00:16:13: Und am diesen Tag so gestorben.
00:16:16: Dann hat sie zu mir gesagt, Herr Kebekoll, das war mein Wunsch.
00:16:19: Wirklich jetzt im Erz.
00:16:21: Sie ist mit den Kindern hochgefallen, hat gegessen abends.
00:16:24: Und am Morgen sagt sie, sie hat es angerufen, sie stirbt.
00:16:27: Und ich habe gucken können, und dann hat sie das gesagt.
00:16:31: Das Haus hat ja sehr viele Stammgäste natürlich.
00:16:34: Die werden ja mit einem Selbstelter, weil die ja immer wieder kommen.
00:16:38: Und man merkt ja dann irgendwann ist der Punkt,
00:16:41: wo die wiederkommen, die stehen vor einem und die selbst denken,
00:16:45: ja, das ist vielleicht jetzt das letzte Mal, dass ich hier sein werde.
00:16:49: Und manch einer spricht das auch aus.
00:16:51: Und etliche Menschen sind dann auch weg.
00:16:57: Die sind dann gestorben.
00:16:59: Und dann erinnert man sich natürlich daran.
00:17:02: Auch an ganz besondere Menschen, die man hier selbst noch
00:17:06: auf dem anderen Berg abgeholt hat, weil sie doch noch
00:17:09: eine Runde spazieren gegangen sind und so weiter.
00:17:12: Ja, das begleitet einen jeden Tag.
00:17:16: (Ruhige Musik)
00:17:18: Ich bleib da jetzt noch mal so ein bisschen dran an dem Thema,
00:17:21: wenn man so an superlattiven, an besondere Erinnerungen denkt.
00:17:25: Da kam ein Herr, älteren Semesters.
00:17:28: Ich schätze mal, um die 70 vermute ich,
00:17:32: zur Theke an der Rezeption, hat freundlich gegut.
00:17:36: Er hat sich kurz vorgestellt und hat dann ein Handschuh ausgepackt.
00:17:41: War aber auch sichtlich aufgeregt und unsicher.
00:17:44: Und hat mir das dann auf die Theke gelegt und gesagt,
00:17:47: er möchte sich gerne entschuldigen von Herzen,
00:17:50: weil er das vor, ich weiß nicht mehr, was er gesagt hat,
00:17:53: vor 40 Jahren ausversehen eingesteckt hätte.
00:17:56: Und er hätte es in all dieser Zeit nicht geschafft, es wiederzugeben.
00:18:00: Und das fand ich so, das war so rührend für alle.
00:18:03: Und er hatte Tränen in den Augen
00:18:06: und hat sich für unsere Freundlichkeit bedankt
00:18:09: und ist dann wieder gegangen.
00:18:12: Das ist wirklich außergewöhnlich. - Ja.
00:18:14: Sehr süß. - Unglaublich süß, ja.
00:18:17: Gibt es denn Erlebnisse, wo man auch logischerweise mal verärgert ist?
00:18:22: Also gibt es jetzt, sagen wir mal, ich hab das vorhin angesprochen,
00:18:25: ich weiß das von anderen Hoteliers,
00:18:28: die regen sich schon darüber auf,
00:18:29: dass unglaublich viel mittlerweile geklaut wird.
00:18:32: Was mit ist das bei Ihnen auch ein Thema
00:18:34: oder ist das hier ein anderes Klientel?
00:18:36: Meine Philosophie ist, natürlich kann man den ganzen Tag darüber reden,
00:18:40: was alles Schlechtes passiert
00:18:42: und wie negativ Menschen auch sich verhalten.
00:18:48: Aber davon werden wir ja alle nicht besser.
00:18:51: Und natürlich stellen wir ab und an mal fest,
00:18:54: dass wahrscheinlich ein Bademantel mitgenommen wird.
00:18:57: Aber ganz ehrlich, wir finden das gar nicht so wichtig.
00:19:00: Tolle Einstellung, aber das ist jetzt natürlich ein Spoiler gewesen
00:19:04: für die nächste Frage. Was regt Sie denn auf?
00:19:06: Worüber regen Sie sich auf?
00:19:08: Wenn ich ein Menschen hier nicht zufrieden machen kann,
00:19:11: da reg ich mich sehr drüber auf.
00:19:13: Ja, das macht mich unter Umständen manchmal ganz verrückt.
00:19:19: Wenn ich jetzt mal nach links zu den Kivokordes drüber gucke,
00:19:22: was kann Sie denn aufregen?
00:19:23: Ich kann mich für Menschen aufregen, die von oben nach unten gucken.
00:19:28: Und wir begegnen den Gästen auf Augenhöhe.
00:19:30: Das ist mir so wichtig.
00:19:32: Und mit Arbeitarbeit mal in Präsentation selbst
00:19:34: sind genauso wie Bärd wie unser Gast.
00:19:36: Das sollte auch nicht anders sein.
00:19:38: Wenn wir jetzt hier so zwischen den Bäumen und auf die Berge schauen,
00:19:47: ich bin jetzt noch nicht so ortskundig.
00:19:49: Wo gucken wir denn dahin?
00:19:51: Sie gucken jetzt einmal auf Ohlmacht,
00:19:52: das unten die kleinen Paarhäuser, das sind unsere Nachbarn.
00:19:55: Oben drüber ist der Wesenbrech.
00:19:57: Sehr schöner Bergwund, sehr schön ausblickart auf den Ruckknochen.
00:20:00: Ja.
00:20:01: Wir sind ja, wenn wir bei Ihnen am Hotel sind,
00:20:04: auf einer Höhe von ungefähr 640 Metern.
00:20:07: Jetzt sind wir ein bisschen höher,
00:20:08: weil wir schon ein paar Meter hoch geklettert sind.
00:20:11: Was macht die hohe Luft eigentlich hier im Saureland?
00:20:14: Das heißt ja auch Hochsaureland. Was hat das für Vorteile?
00:20:17: Das ist ein gutes Ratskriemer, ist eher auch eine gute Luft.
00:20:20: Für Asthmarsch und so weiter.
00:20:22: Das bringt ja auch gerade im Moment, im Hochsommer,
00:20:25: bringt das ja nicht nur wegen der Höhe.
00:20:27: Aber hier die Lage bringt auch mit,
00:20:30: dass man es deutlich angenehmer und kühler hat.
00:20:32: Wir hatten jetzt letzten Tage 35° in Bochum
00:20:34: und Umgebung in ganz Deutschland.
00:20:36: Und ich glaube, hier waren es deutlich, deutlich weniger.
00:20:39: Sechs Grad weniger ungefähr.
00:20:41: Und immer im Wind.
00:20:42: Ja.
00:20:43: Das ist, wenn man jetzt diesen Klimawandel
00:20:45: oder wie immer man das mal bezeichnet,
00:20:48: wenn man das nochmal betrachtet, ist das ein Riesenvorteil.
00:20:50: Egal, wie warm es wird,
00:20:52: man kann bei uns auf der Terrasse unter den Bäumen,
00:20:55: da steht ja diese Roskastagne auch,
00:20:57: da kann man immer angenehm sitzen.
00:20:59: Also, das ist schon, das ist ganz toll.
00:21:02: Und ja, wenn man hier durch den Wald läuft,
00:21:05: dann ist es unter Umständ tatsächlich auch noch mal schattig.
00:21:09: (Ruhige Musik)
00:21:10: So, jetzt hätten Sie, Herr Kävekordes,
00:21:14: Sie hätten ja rein theoretisch auch Milchbauer werden können.
00:21:19: Oder Bürgermeister.
00:21:21: Wir liegen hier zwischen Winterberg und Schmalenberg.
00:21:25: Ist er ja, von Munchnochen.
00:21:27: Ja, Oberbürgermeister.
00:21:29: Und Bundeskanzler vom hohen Knochen.
00:21:31: Herzlichen Glückwunsch. - Genau.
00:21:33: Was reizt Sie an Ihrem Job?
00:21:35: Dass man sehr, dass der sehr ablegungsreich ist,
00:21:39: dass man auch eine gewisse Dankbarkeit erlebt.
00:21:42: Das ist natürlich auch teilweise anstrengend, klar,
00:21:44: aber es ist einfach eine interessante, vielfaltige Tätigkeit.
00:21:47: Wenn Sie jetzt einen anderen Job machen müssten,
00:21:50: Augen zu, was wäre das zum Beispiel?
00:21:52: Ich wäre, er hätte dann vielleicht,
00:21:54: das gleich gelernt, wieder Oberholz, Kaufmann, Holz-Hetner.
00:21:57: (Ruhige Musik)
00:21:58: Es gibt auch negative Seiten immer im Leben.
00:22:03: Das Thema Bettwanzen war vor Kurzem ein Thema.
00:22:06: Lustiges Thema.
00:22:07: Es fängt jeder erst mal zu recht, wahrscheinlich an zu lachen.
00:22:11: Aber ich hatte ein langes Gespräch mit einem General Manager
00:22:14: eines einer der größten deutschen Hotelgruppen.
00:22:17: Und der erzählte mir, was kann ich, wie wir drauf kamen,
00:22:20: was für ein großes Problem Bettwanzen sind bei den Betrieben.
00:22:24: Ich frag das jetzt einfach mal so dreist oder offen.
00:22:27: Was haben Sie damit um?
00:22:28: Wir haben wahnsinniges Glück, was das angeht.
00:22:31: Wir haben das nicht zum Thema.
00:22:33: Wie erklären Sie sich das?
00:22:34: Dass es das nicht gibt bei Ihnen?
00:22:36: Ich geh mal an den Fachmann weiter.
00:22:38: Das ist statt des Plattnointeressenärer.
00:22:41: Wir haben ja nur vorwiegend europäische Gäste gesagt.
00:22:44: Also, wir sind Lux-Staaten und Deutschland vorwiegend eigentlich nur.
00:22:47: Und wir sind natürlich auch nichts eingesteppt.
00:22:50: Wenn man an internationales Hotel hat,
00:22:52: hat man ja auch mit Asiaten weltweit zu tun.
00:22:55: Das ist der zweite Sambier natürlich, ganz außer Lust.
00:22:58: Wir haben ja keine Klima-Lagen, sondern wir haben die Fenster auf.
00:23:01: Wir sind in den Zimmern in den Städten ganz anders.
00:23:04: Das ist ja unnatürlich teilweise.
00:23:06: Bei uns gibt es Vögel, gibt es Spinnen und so weiter.
00:23:09: Auch wenn die Leute meinen, das sieht nicht gut aus,
00:23:12: aber Spinnen zeigen eben, dass ein guter Luft da ist.
00:23:15: Und es ist eigentlich wichtig, dass man auch Insekten sieht.
00:23:18: Wenn man nichts mehr sieht,
00:23:20: dann weiß man, dass man gespritzt hat, dass eben nichts da ist.
00:23:24: Das ist ja auch ein Problem, was wir hier für die Menschen
00:23:26: in den Städten gewöhnt haben.
00:23:28: Wenn man hier durch den Wald, durch die Natur geht,
00:23:31: zu den unterschiedlichen Jahres- und Tageszeiten,
00:23:34: was kann man hier klassischerweise für Tiere entdecken?
00:23:37: Für einen selbst oder auch wenn man Kinder dabei hat.
00:23:39: Was sind das, Herr Kevelkor, für Tiere?
00:23:42: Also, ganz normal haben wir genug Hasen, Rehe, Igel, Dachse, Füchse.
00:23:46: Und seit einigen Jahren auch wieder Schwarzgitt,
00:23:49: also K.L.A., Pache und so weiter.
00:23:51: Und dann gibt es noch Wölfe? - Bis jetzt noch nicht.
00:23:54: Es gibt ja so Wolfsichtungsgebiete. - Ja.
00:23:56: Man hat die in der Gegend schon 20 Kilometer entfernt,
00:23:59: in den Wolf gesichtet, aber ist noch nichts.
00:24:01: Hier selbst war noch nichts.
00:24:03: Muss man oder müsste man Angst haben,
00:24:05: wenn es ein Wolfsichtungsgebiet gibt als Mensch,
00:24:08: dass da auch was passieren könnte?
00:24:10: Bis jetzt ist ein Mensch noch nicht passiert.
00:24:12: Die sind ja relativ scheu.
00:24:14: Das kann sich natürlich, wenn die Population zuhümmt,
00:24:17: mehr Ruhe gibt, so kann das natürlich anders werden.
00:24:20: Nichts.
00:24:21: Wenn sie manchmal in der Bache oder so,
00:24:23: wenn sie die Frischlinge haben, wenn sie drauf zugehen,
00:24:26: haben sie auch Ärger.
00:24:27: Das wird man auch sagen.
00:24:28: Aber normalerweise werden sie keine Angst zeigen, ganz ruhig.
00:24:31: Das wird dann nie was passieren.
00:24:33: Wenn das Tier krank ist, das weiß man natürlich nie.
00:24:36: Wenn man mit Kindern hier ist, also als Familie,
00:24:38: man ist ja nicht im Zoo, man möchte ganz gerne ein paar Tiere sehen.
00:24:42: Zu welcher Uhrzeit und in welche Gebiete sollte man gehen?
00:24:46: Welche Tiere sieht man dann noch mal die Frage?
00:24:49: Das wird man eigentlich immer sehen.
00:24:51: Man muss da noch ein bisschen früher morgens losgehen.
00:24:54: Man muss auch ein gutes Auge haben.
00:24:56: Es ist viel Wald umgefallen.
00:24:57: Aber natürlich unseren Sturmkirill und einem durch den Borkenkäfer.
00:25:01: Man muss schon ein gutes Auge haben,
00:25:03: weil das fällt sich der Rehe dem Boden an.
00:25:05: Man muss schon gucken.
00:25:06: Aber es steht überall viel hoch.
00:25:08: Wenn man dann wartet, dann sieht man auch was.
00:25:10: Wenn wir hier über Natur sprechen,
00:25:13: sprechen wir auch stark über Wald und Wäume.
00:25:15: Da erinnere ich noch mal an den Bestellerautor Peter Wohlleben.
00:25:19: Das geheime Leben der Bäume.
00:25:20: So glaube ich schon über zehn Jahre alt mittlerweile,
00:25:23: war man Spiegelbesteller.
00:25:25: Bäume können auch hören.
00:25:27: Die machen nämlich klickartige Geräusche, um sich zu verständigen.
00:25:31: Glauben Sie das, ist da was dran oder ist das ein bisschen hocus-pocus?
00:25:34: Ich glaube, das ist ein bisschen übertrieben.
00:25:37: Ich glaube schon, dass so 'ne Barmachtung,
00:25:40: hat man so 'ne hohe, großen Buch, die am Nizon hat.
00:25:43: Ah ja, als was so wie größer hat,
00:25:45: muss man schon Respekt vorhaben.
00:25:47: Wenn wir da unterhalten, ist das vielleicht übertrieben.
00:25:50: Man sagt, er schreibt ja auch über das Urzuleben der Buchen oder Bäume.
00:25:53: Das kann ich mir schon eher vorstellen.
00:25:56: Dass sie merken, da muss ich hingehen, den Baum unterstützen,
00:25:59: das schwächere Baum.
00:26:00: Aber hier oben unterhalten, das bin ich ein bisschen überzogen.
00:26:04: Sie sind ja auch relativ naturkundig,
00:26:06: machen ja auch Führungen und Wanderungen für die Gäste teilweise.
00:26:10: Ja.
00:26:11: Wissen Sie denn eigentlich die Bäume, die wir hier sehen?
00:26:15: Ja, das ist das Maximale,
00:26:16: weil Bäume können ja im besten Fall auch 200, 300 Jahre alt werden.
00:26:20: Bis vor das Jahr haben wir ja auch.
00:26:22: Die alten Buchen sind das auch.
00:26:24: Normale Fichte wird zwischen 17 und 80 Jahren nachhauen,
00:26:27: wenn sie so alt wird, wenn sie nicht vorerkrank geworden ist.
00:26:30: Und die Buche zwischen 100 und 15, 180 Jahren.
00:26:33: Ist eigentlich dieses Waldsterben hier auch ein großes Thema gewesen?
00:26:37: Und immer noch, also Thema Borkenkäfer und Co.?
00:26:40: Ja, das ist natürlich ein Thema.
00:26:42: Die Buchen auf der langen Wiese seite,
00:26:44: also hier vor Richtung lange Wiese von uns aus.
00:26:47: Da sieht man eben mehr K-Flächen, die langsam wieder grün sind.
00:26:50: Das sind also Bestände, die im Bordentgeber vor zwei Jahren
00:26:52: getroffen worden sind.
00:26:54: Thema Wellenes.
00:26:59: Was gibt es da bei Ihnen als Angebot und was nutzen die Gäste gerne?
00:27:03: Also, wir haben ganz klassisch die finnische Sauna,
00:27:07: der ist Dampfbad.
00:27:09: Schwimmbadbereich, dann ein kleinen Außenbereich
00:27:14: mit einer Liegewiese, der jetzt in den Sommermonaten
00:27:17: auch wirklich viel genutzt wurde.
00:27:19: Und wir haben als Besonderheit den Sauna-Bereich ganz neu renoviert.
00:27:26: Und hinzubekommen haben wir dann auch noch Ruheräume
00:27:31: an der Zahl fünf verschiedene Räume mit fünf verschiedenen Themen,
00:27:37: die aber alle so ein bisschen natürlich auch auf unser Umfeld abzielen
00:27:43: und eben mit Natur und Wald zu tun haben.
00:27:47: Das Thema Massagen ist auch ein ...
00:27:49: Natürlich, wir haben als Masseur den Herrn Kentschel.
00:27:53: Das ist im klassischen Sinne auch noch ein Masseur,
00:27:59: der seinen Handwerk versteht und der seine Arbeit auch wirklich
00:28:03: sehr gerne macht und uns immer begleitet und unsere Gäste zufrieden
00:28:10: stellt.
00:28:11: Und wir bieten also Ayurveda-Massagen an.
00:28:15: Das ist in jeglicher Form und dafür steht er seinen Handwerk auch
00:28:20: absolut und er ist auch sehr darauf angelegt,
00:28:25: gesundheitliche Themen mit reinzubringen.
00:28:28: Also ein klassisches Kohlensäurebad zum Beispiel,
00:28:32: die klassischen Fußreflexsohn, Massagen natürlich und so weiter,
00:28:37: verschiedene Bieder.
00:28:38: Was sind so die Bestzeller vom Thema Wellness?
00:28:41: Was machen die Leute am liebsten?
00:28:44: Ganz Körpermassage, Ayurvedisch und die Fußreflexsohnmassage.
00:28:49: Das sind die beliebtesten Massagen, die glaube ich aber auch
00:28:55: sehr viel Sinn machen, weil sie eben sehr viel mit dem Körper machen.
00:29:00: Und ja, das in Verbindung mit einem Saunagang.
00:29:06: Das ist absolut das, was die Leute lieben vor dem Abendessen.
00:29:11: Wenn man sich jetzt mal klassischerweise die Zielgruppe anschaut,
00:29:15: wer zu ihnen kommt, sind das auch Familien, also mit Kindern?
00:29:20: Ja, vermehrt.
00:29:21: Das war natürlich immer so, nicht, dass das jetzt neu wäre.
00:29:26: Aber vermehrt stellen die Familien mit Kindern fest,
00:29:31: dass sie bei uns natürlich auch einen ganz tollen Platz haben,
00:29:36: ohne Autos.
00:29:37: Ohne großartig darauf achten zu müssen, wo die Kinder jetzt
00:29:42: hinlaufen, können die Kinder sich hier ganz toll und frei bewegen.
00:29:46: Gab es mal Diskussionen zu sagen, wir sind ein Adults-ownie-Hotel?
00:29:50: Gab es mal so Ideen?
00:29:51: Nee, ganz im Gegenteil.
00:29:52: Also, wir finden es ganz schön, wenn Kinder hier vor Ort sind,
00:29:58: wir haben ja auch einen großen Spielplatz, ein Spielzimmer und so
00:30:03: was, das ist ja auch so.
00:30:04: Ich habe den Eindruck, dass wenn die Kinder, zumindest wenn sie sich
00:30:09: ein bisschen akklimatisiert haben hier, dass dann das Thema Handy
00:30:14: oder Tablet auf einmal auch ganz schnell mal so eine Nebensache
00:30:18: sein kann, weil sie sich dann doch so ein bisschen einfangen lassen
00:30:22: durch die Natur.
00:30:23: Oder wie sind da so ihre Erfahrungen?
00:30:25: Wir hatten jetzt am Wochenende auch zwei Fälle,
00:30:29: die wir jetzt noch nicht mehr haben,
00:30:31: wir hatten jetzt am Wochenende auch zwei Familien mit Kindern da
00:30:35: und die waren nur draußen, die haben wirklich nur draußen gespielt
00:30:42: und das ist natürlich wirklich wunderschön, wenn man immer
00:30:47: dieses Kinderlachen auf dem Spielplatz wahrnimmt.
00:30:50: Für die Familien gibt es dann auch größere Zimmer, die angeboten
00:30:54: werden?
00:30:55: Ja, wir haben Familienzimmer mit einem Eck,
00:31:01: ein extra Kinderzimmer, Familienzuiten, dann auch mit einem
00:31:06: extra Zimmer natürlich, ein kleinen Wohnbereich und im klassischen
00:31:11: Doppelzimmer.
00:31:12: Herr Kebekordes, Thema Wandern, sie sind ja auch, kann man das so
00:31:21: sagen, Wanderführer hier?
00:31:22: Ja, ich mache ja auch, ja.
00:31:24: Erzählen Sie mal ein bisschen, was kann man denn hier eher wandern?
00:31:26: Also ich bin ja auch noch relativ frisch, was die Informationen hier
00:31:30: im Saarland angeht, also was sind denn so typische schöne Wanderrouten?
00:31:34: Also vier Wanderrouten gehen also hier vom hohen Klochen außen,
00:31:37: gehen also Richtung Kala Asten, da ist der bedeutend, ganz
00:31:40: das ist natürlich ein neunteres Fall, ist auch vier Kilometer von uns
00:31:43: entfernt mit der einen Wetterstation, von dort kann man dann ganz
00:31:46: prima den Höhenkamm gehen, ein roter Steig, dann lange Wiese, da gibt es
00:31:50: auch ein Barfußweg und dann so eine Hütte, dort kann man einkehren,
00:31:53: so eine schöne Blockhütte, wo man eine schöne Aussicht nach vier
00:31:56: Seiten hat und dort kann man dann ganz ruhig zurück zum Hoch noch
00:31:59: mehr gehen, so ungefähr drei Stunden pro Fuß.
00:32:01: Wie viele Wanderrouten gibt es hier, also wenn man die jetzt mal an
00:32:04: der Zahl nimmt, die Sie da im Angebot haben?
00:32:06: Angebot haben wir beschrieben, da haben wir so 20, aber es gibt noch mehr,
00:32:10: also es ist gebreitlich. Man braucht, man kann dann Auto
00:32:12: einfach stehen lassen, mal wenn man das Rundwanderweg anlegen
00:32:15: ist kein Thema. Einmal im Monat gibt es, wenn es Vormund gibt,
00:32:18: die Vormundwanderung, das macht ein Herr Dudder aus Freleburg,
00:32:24: eine alte Germane, der gebrauch hat, auch Ratzritter, schon tätig war
00:32:29: und er geht mit seinem Kumpfstab den Gästen im Wald,
00:32:32: eine zählige Geschichte des Wohls, wann er untergeht, wann er aufgeht
00:32:35: und auch wo, wo es dann herkommt, die Zeiten.
00:32:37: Wie sieht das denn im Winter bei Ihnen aus?
00:32:40: Gibt es dann hier, logischerweise, viel Schnee auf 640 Metern?
00:32:44: Ja, also in Zuge dessen, dass wir hier genau die Schneegrenze haben,
00:32:48: haben wir auch das wahnsinnige Glück, also Sie müssen sich vorstellen,
00:32:51: wenn Schnee kommt, dann ist es so, dass Sie im Westfeld, unten im Tal,
00:32:56: den Berg rauf fahren, im Grünen und genau auf der Hälfte des Weges,
00:33:01: also ungefähr nach einem Kilometer, verwandelt sich die Landschaft
00:33:05: plötzlich in eine Schneelandschaft. Also das ist wunderschön.
00:33:09: Machen die Leute denn dann hier vor allem auch Langlauf?
00:33:13: Es ist, also wir sind hier direkt an der Langlaufläupe angeschlossen
00:33:18: und es ist so, wenn es dann möglich ist, meistens ist das um Ende Januar herum,
00:33:24: können die Menschen hier auch Langlauf machen, aber es ist halt
00:33:28: eine sehr kurze begrenzte Zeit, also ein bis zwei Wochen,
00:33:31: meistens, wo die Leuten dann gezogen werden.
00:33:33: Wenn allerdings genügend Schnee gefallen ist,
00:33:36: dann sind die auch ganz fix damit und ziehen die noch am selben Abend.
00:33:40: Jetzt hat das Jahr 365 Tage, an wie vielen davon hat das Hotel geöffnet?
00:33:48: 365 Tage. - Tatsächlich.
00:33:51: Und Sie beide sind an einem Großteil dieser Tage auch mit dabei?
00:33:55: Was macht das denn mit einem?
00:33:59: Man ist so, wie man ist.
00:34:02: Ein paar Tage in einer Woche, erst mal kann man sich die Zeit
00:34:06: selbst einteilen, dass wir es mal noch ein bisschen selbstständig
00:34:09: und man kann auch mal ein paar Tage Urlaub machen,
00:34:12: so dass das, da ist man anfangen mit groß geworden.
00:34:15: Kann ich mal fragen, wie oft Sie so Urlaub machen können?
00:34:18: Wir haben jetzt das Luxus gut gehabt,
00:34:20: dass wir tatsächlich 14 Tage in Urlaub waren Ende Juni.
00:34:24: Das war viel Vorbereitungszeit und viel Nachbereitungszeit.
00:34:30: Aber quasi Gesundheit habe ich das Gefühl gehabt,
00:34:35: dass es sinnvoll ist, wenn wir das mal machen.
00:34:38: Ja, das war schön.
00:34:42: Aber wir haben uns auch sehr gefreut, da sind wir beide auch sehr ähnlich.
00:34:46: Also, ich nehme mich da absolut nicht aus.
00:34:49: Es war auch wirklich schön, wieder nach Hause zu kommen.
00:34:53: Das ist ja wirklich unglaublich, diese Liebe zu Heimat hier,
00:34:56: doppelten Sinne.
00:34:57: Wie lange hatten Sie vorher quasi keinen Urlaub,
00:35:00: wenn Sie sagen, wir hätten großes Glück, das jetzt machen zu können?
00:35:03: Wir fahren so zwei, drei Mal im Jahr immer für zwei, drei Tage mal raus.
00:35:07: Das machen wir schon.
00:35:09: Und jetzt in diesen zwei Wochen Urlaub,
00:35:12: sind Sie im Saureland geblieben oder haben Sie da auch mal
00:35:14: eine lange Entfernung zurückgelegt?
00:35:16: Wir waren tatsächlich in Dänemark und an der Schlei.
00:35:19: Wir waren einige Kilometer entfernt.
00:35:22: Und das hat natürlich auch gut getan.
00:35:25: Also, wenn wir wirklich mal einfach vom physischen
00:35:28: und vom gesundheitlichen Faktor ausgehen,
00:35:31: dann tut diese Entfernung schon gut.
00:35:34: Aber es ist nicht unbedingt nötig.
00:35:37: Stehen Sie beide denn eigentlich auch,
00:35:40: so wie man sich das vorstellt, wenn man so Gastgeber ist,
00:35:43: stehen Sie auch ganz früh auf und gehen ganz spät ins Bett?
00:35:47: Also ganz spät ins Bett? Nein.
00:35:49: Also, erst mal geht es bei uns gar nicht abends so lange.
00:35:52: Das ist in der Woche, sagen wir mal, 11 oder so.
00:35:55: Aber selbst geeck ich ungefähr 9,10 Uhr vom Trip raus.
00:35:58: Das kann aber auch scheinbar schon mal früher ist,
00:36:01: aber kaum später.
00:36:03: Wenn wir jetzt immer aus dem Gesetz schaffen,
00:36:05: ist man länger da.
00:36:07: Aber sonst haben wir im Gesetz ein Spätensseries.
00:36:10: Wie teilen Sie sich eigentlich so den Job auf?
00:36:15: Weil jetzt gibt es zwei Chefs.
00:36:17: Berichten Sie noch mal ein bisschen drüber.
00:36:20: Wer macht denn was oder macht jeder alles?
00:36:22: Wir besprechen alles so zwischendrin.
00:36:25: Wir tauschen uns täglich aus.
00:36:28: Das ist unser Leben und unsere Arbeit.
00:36:31: Und wir beide empfinden das eben,
00:36:33: wie es ist für unglaublich gut.
00:36:35: Und Herr Kevekordes macht das Wirtschaftliche sehr gerne.
00:36:43: Das mache ich nicht so gerne.
00:36:45: Und ich mache das soziale Miteinander sehr gerne.
00:36:51: Und dementsprechend passen wir da auch sehr gut zusammen.
00:36:55: Was ich klasse fand, es gibt ja diese Schmankerkarte.
00:36:59: So dass man zwischen Frühstück und Abendessen
00:37:02: weitestgehende Möglichkeit hat,
00:37:04: was zu trinken oder auch eine Kleinigkeit zu essen.
00:37:07: Thema Trinken habe ich mir aufgeschrieben.
00:37:09: Es gibt das 4B-Bier, Bernhards Bergbummlerbier.
00:37:12: Das finde ich sehr lustig.
00:37:14: Was hat es damit auf sich?
00:37:16: Ist das ein eigengebrautes Bier
00:37:18: oder eine Kooperation mit der Brauerei?
00:37:21: Das wird für uns exklusiv abgefüllt.
00:37:23: Und wenn wir hier oben vertreten, das war so,
00:37:26: das Bier kommt aus dem Frankenland.
00:37:28: Man schwarger lebt dort, wir haben mal ein Biertour gemacht.
00:37:32: Bei einer kleinen Brauerei hat das uns so gut geschmückt.
00:37:35: Da haben wir gesagt, ob die das nicht abfüllen können.
00:37:38: Dann haben wir das auch so gemacht.
00:37:40: Wir haben uns dann festständigt, dass wir das so machen.
00:37:44: (Ruhige Musik)
00:37:46: Wenn wir jetzt mal auf das Thema Personal gehen,
00:37:49: wo wir wissen, in allen Branchen super schwierig,
00:37:51: Leute zu finden, das Thema Gastronomie ist noch schwieriger geworden.
00:37:55: Auch durch Corona, weil sich viele neu orientieren mussten.
00:37:59: Wann haben Sie zuletzt schon jemanden eingestellt?
00:38:02: Das wird mich interessieren. - Das ist noch nicht so lang.
00:38:05: Mittlerweile haben wir einigen Mitarbeiter eingestellt.
00:38:08: Das ist ... also, letzten Monat noch zwei.
00:38:11: Wir haben auch Abgänge gehabt, auch wieder Zugänge.
00:38:14: Dass es ausglichen ist im Moment, wie ich sage,
00:38:17: mit der Arbeitsmarktentspannung ein bisschen.
00:38:19: Wir haben auch auf der Tage eine Livefirma gehabt,
00:38:23: also die Reinigenkräfte, das haben wir langsam wieder um,
00:38:26: auf eine, sodass wir ja flexiver sind.
00:38:29: Und das war in der Küche unseres auch so,
00:38:31: dass wir eigentlich mehr auf eine lausersetzen.
00:38:34: Wen suchen Sie denn im Moment? Ganz aktuell?
00:38:37: Service.
00:38:38: Meine gute Servicekraft. - Ja.
00:38:40: Das ist aber eigentlich eigentlich nur noch so.
00:38:43: Wir sind da besetzt.
00:38:45: Wie läuft denn bei Ihnen so ein ...
00:38:47: ich sag jetzt mal klassisches Casting ab.
00:38:49: Ist jemand, der interessiert sich, der bewirbt sich bei Ihnen?
00:38:52: Wer macht das und was passiert bei Ihnen?
00:38:55: Ich habe die beiden Seiten gewechselt.
00:38:57: Inzwischen mache ich das am liebsten selber.
00:39:00: Weil wir natürlich aus unterschiedlichen Perspektiven kommen.
00:39:05: Was aber gleichzeitig auch unsere Stärke ist.
00:39:08: Das heißt, ich bin der Meinung ...
00:39:11: ... durch die direkte Kommunikation.
00:39:15: Und das Direkte in die Augen schauen,
00:39:18: kann man am besten abschätzen.
00:39:20: Ja.
00:39:22: Ob das von beiden Seiten passend ist und das was sein kann,
00:39:26: weil es ist ja nun mal hier auch ein spezieller Ort,
00:39:29: der nicht für jeden gemacht ist.
00:39:31: Das heißt, wenn man ein Stadthotel erwartet,
00:39:35: mit einer direkten Verkehrsanbindung,
00:39:39: dann ist man hier leider ... ja, fehl am Platz, einfach.
00:39:43: Jetzt wandern wir gerade in relativ steilen Waldweg runter.
00:39:46: Es regnet noch ein bisschen, das hört man wahrscheinlich auch.
00:39:50: Und der Nebel ist auch immer noch da.
00:39:53: Also, schöne Atmosphäre.
00:39:55: Ist das denn so, Frau Werner, wenn Sie jetzt ein erstes Gespräch führen,
00:40:01: machen Sie das dann über Teams, also digital,
00:40:04: oder laden Sie die Leute immer persönlich?
00:40:07: Nein, ich möchte das persönlich machen.
00:40:09: Ja, absolut.
00:40:10: Da ist mir das auch ganz wichtig.
00:40:12: Ob das jetzt das Emozionale ist, was man an einem Menschen wahrnimmt,
00:40:17: oder eine Verwendung einfach oder auch einfach das,
00:40:20: was einen Menschen ausmacht.
00:40:22: Das kann man über digitale Medien nicht rüberbringen.
00:40:26: Und ... nee.
00:40:27: Wie sieht denn, wenn man jetzt so eine Knetgummifigur
00:40:30: in Anführungszeichen backen könnte?
00:40:32: Wie sieht so ein idealer Servicemitarbeiter, den Sie jetzt suchen,
00:40:36: der auch immer wieder mal gesucht wird?
00:40:38: Was sollte der mitbringen?
00:40:40: Der muss authentisch sein, der muss er selbst sein.
00:40:43: Und einfach ... ja, einfach ...
00:40:46: Spaß haben, an dem, was er tut.
00:40:49: Und was er halt bei uns mit uns tut.
00:40:52: Ja, natürlich kann man jetzt ganz klassisch aus sagen,
00:40:55: er sollte auch Fähigkeiten mitbringen.
00:40:58: Aber ich bin davon überzeugt grad, so wie wir es jetzt erleben,
00:41:02: es gibt die Möglichkeit dadurch,
00:41:05: dass es eben nicht mehr so viele Fachkräfte gibt auf den Markt.
00:41:08: Vielleicht ändert sich das ja mal wieder,
00:41:11: aber ich bin auch Queransteiger und ich glaube fest daran,
00:41:14: dass man jedem eine Chance geben kann.
00:41:18: Und dass man auch alles in seinem Leben lernen kann,
00:41:21: was einen interessiert.
00:41:23: Ja.
00:41:24: Kann man da ableiten sagen,
00:41:25: der Mensch ist eigentlich das Wichtigste?
00:41:27: Ja, absolut.
00:41:29: Das hat sich, glaub ich, auch ein bisschen geändert.
00:41:31: Gerade in der Gastronomie, in der Hotellerie,
00:41:34: dass man früher, sagen wir mal,
00:41:36: viel eiserner auf gewisse Themen des Lebenslaufs geschaut hat.
00:41:40: Und dann war die Personalität erst als zweites, drittes kam.
00:41:43: Das kommt natürlich dadurch,
00:41:45: dass es ja auch ein Berufer, der erlernt wurde.
00:41:48: Und das sollte man auch zu schätzen wissen,
00:41:50: wenn jemand ein Restaurantfachmann ist.
00:41:53: Das ist ein bisschen weggegangen.
00:41:55: Der Beruf wird nicht mehr so erlernt wie vor Jahren.
00:42:00: Und aus dem Grunde muss sich jeder,
00:42:03: der ein Restaurant führt oder ein Hotel führt, überlegen,
00:42:08: was sein Mitarbeiter mitbringen soll.
00:42:11: Und ja, ich kann es nur noch mal wiederholen.
00:42:15: Wir sind ein familiengeführtes Hotel.
00:42:17: Und wir finden das eben auch wichtig,
00:42:20: dass die Mitarbeiter das eben auch so haben wollen.
00:42:23: Welche Positionen sind denn so aus der Erfahrung heraus
00:42:26: am schwierigsten zu besetzen?
00:42:28: Der Koch?
00:42:29: Im Hinblick auf das komplette Hotel.
00:42:33: Also, wenn man jetzt alle Bereiche einmal zusammenführt,
00:42:36: dann ist der Koch garantiert,
00:42:39: jemand, der sehr schwer zu finden oder zu ersetzen ist.
00:42:46: Weil diese Fähigkeiten, da bin ich auch von überzeugt,
00:42:51: nicht jeder kann.
00:42:53: Das schmeckt man.
00:42:55: Das schmeckt man.
00:42:58: Und da muss man eben auch Kenntnisse haben,
00:43:01: die man nicht mal eben so lernen kann.
00:43:06: Was gibt es denn bei Ihnen, sagen wir mal, für Benefits,
00:43:09: für Mitarbeiter, die sich bewerben?
00:43:12: Also, wir haben jetzt die positive Voraussicht mit zwei Neuzugängen
00:43:18: in der Küche, also sprich mit zwei Köchen, weiterzugehen.
00:43:22: Und was zu entwickeln, das sind zwei ganz tolle Jungs.
00:43:25: Und die beiden haben sich heute dann ihr zukünftiges E-Auto angekommt.
00:43:31: Ja.
00:43:32: Jetzt haben wir ja diese Alleinlage hier mitten auf dem Berg mehrfach erwähnt.
00:43:36: Super.
00:43:37: Wenn ich jetzt als Mitarbeiter hierhin komme,
00:43:40: bin ich ein bisschen weit weg vom Schuss, um es mal ganz offen auszudrücken.
00:43:44: Sie haben aber ein eigenes Mitarbeiterhaus.
00:43:47: Das hat ja auch nicht jeder, glaube ich.
00:43:49: Ja, das ist tatsächlich so.
00:43:51: Also, das hat für sich, dass es ein paar Meter entfernt vom Hotel steht.
00:43:56: Das heißt, man wohnt nicht direkt in diesem Hotel geschehen,
00:44:00: sondern kann tatsächlich so ein bisschen Privatsphäre genießen.
00:44:04: Ja.
00:44:05: Wie viele Menschen Mitarbeiter, Kollegen, wohnen dort im Moment?
00:44:09: Eins, zwei, drei.
00:44:10: Also, in dem Haus selber wohnen im Moment vier.
00:44:12: Wie sind Sie beide denn eigentlich so als Chefs?
00:44:15: Ich glaube, dass Sie gut sind.
00:44:17: (Lachen)
00:44:19: Ja, man kennt sich selbst ja doch irgendwann.
00:44:22: Also, nicht zu 100 Prozent, niemals.
00:44:25: Aber ... also, ich fang mal so an.
00:44:29: Ich weiß an Herrn Keve Cordes sehr zu schätzen,
00:44:33: dass er immer aufrecht und sehr menschlich mit den Mitarbeitern umgeht.
00:44:40: Und dass er auf Augenhöhe spricht.
00:44:42: Und das ... finde ich toll.
00:44:44: Da hab ich Respekt vor, und das finde ich echt schön zu sehen.
00:44:49: Und ich sehe ja auch die Reaktionen.
00:44:51: Also, ich bin ein Nahermensch.
00:44:55: Herr Keve Cordes ist so, der etwas reservierter ist.
00:44:59: Das ist auch wichtig, ne?
00:45:01: Ich kann meine Emotionen und meine Impulsivität nicht ...
00:45:04: ähm ... nicht zurücknehmen.
00:45:08: Das heißt, ich gehe gerade heraus.
00:45:10: Ich weiß, dass das ein Vorteil und ein Nachteil ist.
00:45:13: Also, der Vorteil ist, dass ich mitlebe und dass ich mit leide.
00:45:18: Und mich mit freue.
00:45:19: Und dass ich auch hoffentlich für jeden da bin.
00:45:24: Und dass ich Menschen motivieren kann.
00:45:27: Und das Schwierige ist, dass ich auch gerade heraus bin
00:45:30: und das in manchen Situationen etwas hakt.
00:45:34: Können Sie beide denn eigentlich auch loben?
00:45:37: Jetzt frage ich Sie mal, sind Sie so ein Lober
00:45:40: auf das Personal bezogen, auf die Mitarbeiter?
00:45:43: Nicht besonders.
00:45:45: Ähm, warum können Sie das nicht?
00:45:47: Weil ich ... eine gewisse Erwartungshaltung.
00:45:50: Und wenn man die Leute ...
00:45:52: wenn Leute wandeln und so,
00:45:54: haben Sie auch eine gewisse Pflicht,
00:45:56: auch das zu zeigen, was man auch beim Beigebracht hat.
00:46:00: Dass das auch bringt.
00:46:01: Und das halte ich teilweise immer Selbstverständlichkeit,
00:46:05: was heute vielleicht nicht mehr der Fall ist.
00:46:07: Das einfach so tun und tun, um freundlich zu sein,
00:46:10: dass man das gerne macht.
00:46:12: Daher hat man auch, glaube ich, für die Horticeltzeit
00:46:15: schon was zu hohe Erwartungen.
00:46:17: (Ruhige Musik)
00:46:19: Was ich ja hier wirklich so schön finde, ist, dass ...
00:46:22: normalerweise braucht man ja irgendwie ...
00:46:25: man muss irgendwie eine Beschäftigung haben,
00:46:27: um am Ende des Tages zufrieden zu sein, was geschaffen zu haben.
00:46:30: Aber ich find, beim Wandern ist das auch so.
00:46:33: Also, je nachdem, wie intensiv man das betreibt,
00:46:35: man ist auch zufrieden danach.
00:46:37: Ja, das ist die ... das laufende Erfurschenluft.
00:46:40: Und das in aller Ruhe, ne? Das ist wirklich ...
00:46:42: Das ist so, ne?
00:46:44: Wir können ja auch noch mal auf die ...
00:46:46: schöne eigene Kapelle zu sprechen kommen,
00:46:49: an der wir vorhin, als wir losgestartet sind,
00:46:52: vorbeigelaufen sind.
00:46:53: Also, Sie haben zum Hotelbetrieb gehörend ...
00:46:57: eine eigene, wie sagt man, Familienkapelle. - Ja.
00:46:59: Was hat's damit auf sich?
00:47:02: Also, es war ja früher ...
00:47:04: traditionell und viel in Deutschland oder auch woanders.
00:47:07: Größere Bornhilfe haben eben ...
00:47:09: eigene Kapelle oder was gehabt.
00:47:11: Und das hat der Opa eben auch gemacht.
00:47:14: Der Kapelle hat gebaut.
00:47:15: Wir sind ja eine eigene Siegungsberechtigung.
00:47:18: Wir sind nur eine Baugenehmung, eine Siegungsberechtigung.
00:47:21: Und zu einer Siegung gehört auch eine Kapelle.
00:47:24: Aber ich kann Ihnen das nur von erzählen.
00:47:27: Ich hab die Opa kaum gekannt, deswegen war ich das nicht 100-prozentig.
00:47:31: Und weil meine Oma eben sehr musikalisch war,
00:47:34: hat er auch auf die Idee gekommen, da noch eine Orgel anzubauen.
00:47:37: Sehr lustige Sachen.
00:47:39: Und die wird heute, wie genutzt die Kapelle?
00:47:42: Ja, eben noch zu Einkämer, auch ein paar Gottesdienste,
00:47:46: paar Traurigen, ja.
00:47:48: Aber die allgemeinen Benutzung ist recht schwach, das ist so.
00:47:52: Also, man kann bei Ihnen heiraten in der Kapelle?
00:47:55: Ja, das war natürlich schon beim Jahr.
00:47:57: Man hat auch ein paar Dank Gottesdienste,
00:47:59: zu einer Golden-Orts-Handel-Noburze oder so.
00:48:01: Das auf jeden Fall.
00:48:03: Ich habe im Vorgespräch auch wiederum erfahren,
00:48:06: dass, glaube ich, Pläne sind,
00:48:08: die Kapelle noch mal anders zu nutzen in Zukunft.
00:48:11: Ja, da denken wir eigentlich sehr regelmäßig drüber nach.
00:48:15: Und das ist auch eines des Themenbereits,
00:48:22: der uns beide sehr beschäftigt.
00:48:27: Weil wir, ja klar, den Ort zum einen nutzbarer machen möchten.
00:48:35: Und es schade finden, dass es eben so wenig genutzt wird.
00:48:41: Und es ist ein ganz besonderer Ort,
00:48:44: wie die Kapelle eben ausgerichtet ist.
00:48:47: Also vom Lichteinfall her und von sogenannten Kraftorten.
00:48:51: Sprechend ist das auf jeden Fall einer.
00:48:54: Und ich glaube, gerade in diesen Zeiten
00:48:59: sollte man irgendwie versuchen, Menschen solche Orte zugänglicher zu machen.
00:49:08: Ja, und wir denken halt darüber nach,
00:49:11: wie wir das vielleicht ein bisschen offener machen können.
00:49:16: Da vorne sieht man jetzt wahrscheinlich, ist das Borkenkäfergebiet?
00:49:23: Das ist jetzt Borkenkäfergebiet. - Und alle Bäume auf einmal fehlen.
00:49:27: Das haben Sie ja dann auch alles logischerweise hautnah mitgekommen.
00:49:31: Wenn Sie so viele Jahrzehnte schon hier sind.
00:49:34: Das ist so Grill und das hier auch.
00:49:36: Können Sie sich noch daran erinnern, wo Sie so ein kleiner Knips waren
00:49:41: und hier durch die Gegend gesprungen sind?
00:49:44: Irgendwann setzt ja die Erinnerung erst mal ein.
00:49:46: Aber da gab es wahrscheinlich noch mehr Wald hier, oder?
00:49:49: Ja, der Klochen war umsonst mit Buchen vorwiegend Buchen,
00:49:52: der hohe Buchen.
00:49:54: Nach und nach dann hat man natürlich die Tür weggegangen,
00:49:57: passend gehauen worden, passend krank geworden.
00:50:00: Und es ist eben Teil weg, ein großer Teil.
00:50:02: Gott sei Dank ist noch genügend da.
00:50:05: Gibt es eigentlich eine Wettervorhersage,
00:50:07: auch wenn Sie das da morgens in die Hauspost reindrucken?
00:50:11: Die aus Ihrer Sichtweise relativ zuverlässig ist?
00:50:14: Das ist schon ... das ist Saarlandwetter.
00:50:17: Das ist schon ...
00:50:19: Das ist hier von Nordassenberg ein Diplometheologen,
00:50:22: einer Papi, der früher bei der Wetterwarte in Essen beschäftigt war,
00:50:25: wo der Karasen zuzuhört.
00:50:27: Ist das eine freizugängliche Sache? - Ja.
00:50:29: Da haben wir ja auch die Wetterstation voll aufgebaut bekommen.
00:50:33: Wenn Sie jetzt seit gut 30, fast 35 Jahren im Geschäft sind,
00:50:38: wie hat sich der Gast verändert oder die Anstruche des Gastes?
00:50:42: Die sind natürlich durchweggestiegen.
00:50:46: Mit dem Einkommen, mit dem Menschen,
00:50:49: der hat die Nähmischlohung für 30 Jahre,
00:50:51: ist damit auch das Anspruchsdenken bestiegen.
00:50:55: Und ich glaube, der ist nicht mehr so groß wie früher.
00:50:59: Es sind im Fiede ...
00:51:01: Das kann man eben nicht vorstarr sagen, jeder Mensch ist anders.
00:51:05: Ich gebe für die Menschen Typen, die das haben wollen.
00:51:08: Es gibt dann die Menschen, die lockerer sind,
00:51:11: auf andere Sachen mehr wertlegen.
00:51:13: Was sind denn die Pläne für die Zukunft bei Ihnen beiden?
00:51:17: Gibt es da Sachen, wo Sie sagen, okay,
00:51:19: wir haben konkrete Pläne für ABC?
00:51:22: Das wollen wir noch machen, das kommt, und können Sie mir das auch verraten?
00:51:26: Wir haben auf jeden Fall Pläne.
00:51:29: Und wir haben Visionen.
00:51:32: Erzählen Sie mal ein bisschen was dazu.
00:51:35: Einmal ist Zymronomien geplant.
00:51:37: Wenn man aufs Haus zufährt, der Linke tragt,
00:51:41: da eben neue Zimmer zu bauen.
00:51:43: Also, alte werden zusammengeschmissen.
00:51:45: Wo meine Tante gelebt hat, die Wohnung wird umgebaut.
00:51:50: In komfortabel Doppelzimmern, das ist eigentlich noch in Kürze geplant.
00:51:55: Und der nächste Schritt wäre, oben das Gäste aus umzubauen.
00:52:00: Und das eben so umzubauen,
00:52:03: dass man dort Familien sich treffen kann,
00:52:06: Seminare sein können und so was.
00:52:09: Also, das so zu bauen, dass man unten ein Gemeinschaftsraum hat,
00:52:13: wo man Tagen kann, Essen kann, kochen kann.
00:52:16: Und dann eben einen Zimmer einhalten hat,
00:52:18: den man dann auch einzeln ermieten kann, auch in den Samen.
00:52:24: Ich würde gerne von Ihnen beiden wissen,
00:52:27: was sind Ihre persönlichen Lieblingsplätze hier?
00:52:30: Wenn man über den Höhenberg läuft,
00:52:33: dann gibt es einen Seitenarm.
00:52:36: Da ist eine Stelle ...
00:52:39: Ja, das ist mein Lieblingsplatz.
00:52:43: Und auf der Knochenspitze gibt es eine Stelle,
00:52:50: wir haben ja gerade bei dem Waldsofa gestanden,
00:52:52: oben auf der Knochenspitze.
00:52:54: Und dann ist es so, wie wir es gemacht haben.
00:52:57: Aber in die andere Richtung, sprich mit der Aussicht, schaut.
00:53:01: Dann gibt es eine Stelle, wo man quasi für mich den schönsten Blick hat.
00:53:07: Und da verweile ich auch sehr oft.
00:53:10: Haben wir irgendwas vergessen? - Bestimmt.
00:53:14: Soll ich jetzt mal stoppen? - Ja.
00:53:19: Was wir heute aufstoppen haben.
00:53:21: * Musik *
00:53:25: Das war der Podcast "Walk and Talk".
00:53:28: Begegnungen am Berghotel "Hoher Knochen".
00:53:31: Vielen Dank für's Zuhören
00:53:33: und bis bald zu einer erholsamen Auszeit bei uns im schönen Sauerland.
Benny Kranz
‧Trullerchen
‧Die Kaiserlichen
‧Die Kaiserlichen
‧Michael Feder
‧